Stmk: Hohe Schäden bei Wirtschaftsbetrieben
Nach dem Hochwasser in der Steiermark lassen sich die entstandenen Schäden jetzt langsam beziffern.
Bei der Wirtschaftskammer beispielsweise meldeten sich bisher 21 Betriebe, die Anspruch auf Soforthilfe haben.
Bisher 830.000 Euro
Zehn Prozent der Schadenssumme, maximal jedoch 10.000 Euro, stellt die Wirtschaftskammer den Wirtschaftsbetrieben als Hochwassersoforthilfe zur Verfügung. 21 Schadensanträge wurden bereits bearbeitet, heißt es bei der Wirtschaftskammer. Die errechnete Schadenshöhe liegt insgesamt derzeit bei etwa 830.000 Euro.
Bis zu 1,6 Millionen Euro befürchtet
Allerdings werden noch weitere Anträge erwartet, sodass die Schäden nach ersten Schätzungen mehr als 1,6 Millionen Euro ausmachen werden. Diese Summe nennt die Wirtschaftskammer nach dem Hochwasser vom Jahr 2002. Denn allein bei der Grazer ADEVA, der akademischen Druck und Verlagsanstalt wurden die Buchbinderei, das Lager und das Archiv derart beschädigt, dass sich ein Schaden von 700.000 Euro ergibt, klagt Geschäftsführer Hubert Konrad.
Drei weitere Wirtschaftsbetriebe, darunter eine Tischlerei in Wies, haben Schäden über 100.000 Euro gemeldet. Die anderen Betriebe, hauptsächlich Cafes, Gaststätten oder KFZ-Betriebe im Murtal, sowie in den Bezirken Weiz, Hartberg, Deutschlandsberg und Graz sowie Graz Umgebung, melden Schäden zwischen 4.000 und 70.000 Euro.
In der Steiermark wird es künftig nicht mehr möglich sein, in Hochwasser-gefährdetem Gebiet zu bauen. Der Raumordnungsbeirat beschloss das umstrittene Entwicklungsprogramm zur Sicherung der Siedlungsräume.
