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Katastrophensommer 2005 – Der Unimog half in ganz Europa

Griechenland, Frankreich, Portugal, Spanien, Deutschland, Schweiz und auch Österreich, in all diesen Ländern und einigen anderen mehr brachte dieser Sommer Katastrophen, die von riesigen Waldbränden über großflächigen Überschwemmungen bis zu folgenschweren Luftfahrtunfällen im unwegsamen Gelände reichten.

Alle Ereignisse führten uns vor Augen, dass wir manchmal mit Dingen rechnen müssen, die normalerweise nicht in diesem Umfang passieren und dass wir uns rechtzeitig darauf einstellen sollten.

Mit dem Ankauf eines Unimog U5000 hat die Freiwillige Feuerwehr Baden Weikersdorf im letzten Jahr für Schlagzeilen innerhalb der Feuerwehrmagazine gesorgt. Die einen haben gratuliert während die anderen von unnötig hohen Kosten für ein angesichts der geografischen Lage der Kurstadt viel zu extremes Fahrzeug gesprochen haben.

Natürlich sind weit mehr als 90 Prozent der Einsatzfahrten des Badener Unimog von einem herkömmlichen zweiradgetriebenen LKW oder gar von einem Allrad LKW ebenso zu schaffen – was aber, wenn einmal etwas richtig Schlimmes passiert. Wenn das Flüsschen Schwechat aufgrund von Unwettern über die Ufer treten sollte, ein Flugzeug abstürzen oder ein achtloser Spaziergänger den Wienerwald mittels Zigarettenstummel in Brand setzen würde? Was wäre dann? Dann gälte es, steile Waldwege zu erklimmen, Flüsse in denen das Wasser bis zu 1,5 Meter hoch steht, zu durchfahren oder aber tiefverschneites Gelände sicher zu durchqueren. Ein „Hätti Wari“ Allradfahrzeug ist im Ernstfall oftmals überfordert. Hier braucht es ein in jeder Hinsicht extremes Werkzeug, und das gibt es in Form der Unimog Baureihe U3000 bis U5000.

Ausgestattet mit Spezialequipment wie einer Seilwinde, Differentialsperren, Geländereifen und allen für Lösch- und Bergefahrzeuge erforderlichen Utensilien bringt die schwere Unimog Baureihe auch dort noch Hilfe, wo sogar klassische Geländewagen trotz ihres geringeren Gewichtes und ihrer Kompaktheit schlichtweg hilflos überfordert sind. Wesentlich dabei ist natürlich auch die einfache Handhabung des Unimog, zumal in der Regel Freiwillige mit mehr oder weniger Fahrpraxis am Steuer des Fahrzeuges sitzen und nicht nur für sich, sondern auch für die gesamte Mannschaft an Bord die Verantwortung tragen. Schon den Konstrukteuren der neuen Unimog Baureihe war dieser Umstand bewusst und so überrascht es nicht, dass auf eine einfache und schnelle Bedienung bereits bei der Konstruktion höchsten Wert gelegt wurde. Ein Beispiel dafür ist das vollautomatisierte Getriebe, das es dem Fahrer erlaubt, sich auf lenken, bremsen und Gas geben zu beschränken. Auch die Tatsache, dass jedes Einsatzgebiet zumindest zum Teil auf Straßen angefahren wird, ist in die Entwicklung des Spezialfahrzeuges eingeflossen. So sorgt ein 218 PS starker Motor für überdurchschnittliche Fahrleistungen auf Straßen aller Art und verkürzt damit den Weg zum Einsatzort erheblich.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Unimog ist seine weltweit anerkannte Qualität, auf die man sich auch dann verlassen kann, wenn Einsätze mehrer Tage oder gar Wochen andauern und keine Zeit für Wartungsarbeiten bleibt. Der Qualitätsfaktor spielt aber auch in Sachen Kosten eine wesentliche Rolle. Nicht selten sind Unimog Modelle auch nach mehreren Jahrzehnten noch im Dienst, während andere Fahrzeuge bereits mehrmals getauscht werden mussten.
Bilder wie die vom schrecklichen Flugzeugabsturz bei Athen, den unvorstellbar großflächigen Waldbränden in Portugal oder den Überschwemmungen hier bei uns haben in einer eigenen Art und Weise gezeigt, dass niemand vor Katastrophen sicher sein kann. Sie haben uns aber auch gezeigt, dass man im Fall der Fälle durch entsprechende Ausrüstung der Hilfskräfte noch schlimmeres Verhindern kann, womit sich für jede Feuerwehr, egal wo sie beheimatet ist, ein Unimog als Retter in der Not auszahlt, auch dann, wenn er bei mehr als 90 Prozent seiner Einsätze nicht sein volles Potential zeigen kann. Im Fall der Fälle hat er mehr Potential als alle anderen Hätti Wari Allradler zusammen – und das ist es, was schlussendlich zählt.

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