Sbg: Schwieriger Einsatz bei Bauernhausbrand in Großgmain
Großgmain (Sbg): Bei einem Großbrand ist in Großgmain am Montagabend, 18. Oktober 2005, ein Bauernhof abgebrannt. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt, mehrere Tiere wurden aber getötet.
Gegen 18 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem abgelegenen Hof des Kugelstatter-Bauern im Ortsteil Thannwinkl gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der Hof bereits lichterloh. Für die Bauersleute gab es nicht viel zu retten, sie konnten sich selbst gerade noch in Sicherheit bringen. Der Bauer und seine Frau blieben bei dem Brand unverletzt, stehen aber unter Schock. Nachbarbauer Rudolf Bernegger war einer der ersten am Brandort: „Auf dem Heimweg von der Arbeit habe ich Rauch bemerkt. Daraufhin habe ich sofort die Feuerwehr gerufen und beim Eintreffen gesehen, dass der ganze Hof schon lichterloh brannte.
Gemeinsam mit einigen Nachbarbauern haben wir die Stalltüre aufgerissen und versucht, die Tiere heraus zu bekommen. Für ein Pferd kam aber jede Hilfe zu spät. Auch bei den Kälbern gab es Probleme. Wir haben sie schließlich mit Ach und Krach heraus bekommen, aber alle drei von ihnen müssen wohl notgeschlachtet werden.“
Die Feuerwehren von Großgmain, Wals und Bayrisch Gmain kämpften gegen die Flammen an. Es war jedoch kein Routine-Einsatz. Vor allem die Abgeschiedenheit des Thannwinkels machte den Männern zu schaffen, schildert der Einsatzleiter, Brandinspektor Leopold Joiser: „Bei unserem Eintreffen stand das Gebäude im Dachstuhl-Bereich schon in Vollbrand. Der Dachstuhl war zum Teil schon eingestürzt und wir konnten nicht mehr ins Gebäude vordringen, weil innen zum Teil schon Teile herunter fielen und es für unsere Leute zu gefährlich gewesen wäre. Weiters hatten wir ein großes Problem mit der Wasserversorgung, weil der Hof doch ziemlich abgelegen ist. Es gibt einen kleinen Löschteich und einen größeren privaten Fischteich, den wir nutzen konnten. Wir mussten aber überall zeitaufwendige Löschwasserleitungen verlegen.“
Die Höhe des Sachschadens steht zurzeit nicht fest. Auch die Brandursache ist noch völlig unklar.
