Nö: Verdacht auf Hepatitis C nach Verkehrsunfall
St. Pölten (Nö): Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A1 bei St. Pölten haben sich möglicherweise St. Pöltner Feuerwehrmänner mit Hepatitis C angesteckt. Das endgültige Ergebnis wird aber erst in einigen Monaten feststehen.
Am Nationalfeiertag, 26. Oktober 2005, waren bei einem schweren Verkehrsunfall zwei Menschen ums Leben gekommen, ein Autoinsasse wurde schwer verletzt. Bei ihm wurde im Krankenhaus St. Pölten Hepatitis C, eine Entzündung der Leber, festgestellt.
Da rund 20 Feuerwehrleute beim Bergen der Verunglückten mit Blut in Berührung gekommen waren, müssen sie sich jetzt sechs Untersuchungen unterziehen. Denn der Hepatits-C-Virus kann oft erst nach Monaten im Blut festgestellt werden.
Feuerwehr übt Kritik
Erfahren haben die Feuerwehrleute von der Ansteckungsgefahr nur durch Zufall, so die Kritik des St. Pöltner Feuerwehrkommandanten Dietmar Farafellner. „Dieser Fall zeigt, wie gefährlich die Arbeit der Feuerwehr ist, wir fühlen uns in diesem Fall wirklich sehr im Regen stehen gelassen.“
Seitens der Geschäftsführung der Landesklinikenholding heißt es, man werde die Vorwürfe prüfen und Anfang nächster Woche dazu dann auch Stellung nehmen.
