England: Großfeuer im Treibstofflager unter Kontrolle
England: Der Brand in einem der grössten Tanklager Grossbritanniens ist unter Kontrolle. Das Übergreifen auf weitere Tanks konnte verhindert werden. Es dürfte aber Abend werden, bis das Feuer vollständig gelöscht sein wird. Am Sonntag, 11.12.2005, hatte es im Tanklager nahe von London heftige Explosionen gegeben.
Nach der verheerenden Explosion eines Treibstofflagers nordwestlich von London geht der Kampf gegen das Grossfeuer weiter. Rund 150 Feuerwehrleute versuchten in der Nacht, den Brand mit einer Mischung aus Schaumkonzentrat und Wasser zu löschen. Damit begannen die eigentlichen Löscharbeiten.
Zuvor hatte die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers mit Wasser ein Übergreifen der Flammen auf sieben weitere der insgesamt 26 Tanks verhindert. Die Feuerwehr in Hemel Hempstead ging davon aus, dass es mindestens noch einen Tag dauern wird, bis das Feuer vollständig gelöscht ist. Die Lage sei aber unter Kontrolle, sagte Feuerwehr-Chef Roy Wilsher.
Zur Ursache der Explosionen in der Nähe des Flughafens Luton, bei dem am Sonntagmorgen nach Polizeiangaben mindestens 43 Personen zum Teil schwer verletzt worden waren, gab es keine Erkenntnisse. Angesichts der Verwüstungen gehen Experten davon aus, dass es lange dauert, bis die Ursache des Unglücks geklärt ist. Die Polizei geht derzeit nicht von einem Anschlag aus. Vielmehr wird ein Unfall vermutet. Erste Untersuchungen sollen im Laufe des Montags möglich sein.
Viele Anwohner waren zunächst von einem Flugzeugabsturz ausgegangen. Durch die Druckwelle der Explosion wurden Dächer abgedeckt und Haustüren eingedrückt. Fensterscheiben gingen zu Bruch, 2000 Personen wurden in Sicherheit gebracht. Wie Augenzeugen berichteten, wurde das Treibstofflager zunächst von einer grossen Explosion erschüttert, die noch 60 Kilometer vom Unglücksort entfernt zu hören war. Danach habe es noch drei kleinere Explosionen gegeben.
Das fünftgrösste Treibstofflager Grossbritanniens versorgt den Flughafen Luton und wird von mehreren grossen Ölgesellschaften genutzt. Nach den Angaben gibt es dort insgesamt 20 Tanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils rund 13,6 Millionen Litern.
ORF-Bericht:
Nach der verheerenden Explosion eines Treibstofflagers nordwestlich von London hat die Feuerwehr in der Nacht zum Montag, dem 12. Dezember 2005, mit den eigentlichen Löscharbeiten begonnen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin soll mit riesigen Mengen eines Wasser-Schaum-Gemisches ein Schaumteppich gelegt werden, der die Flammen ersticken soll. Die Feuerwehr hoffe, dass diese Mischung den Brand löschen könne. Auch in der Nacht zum Montag brannten die mit Öl, Benzin und Kerosin gefüllten Tanks noch lichterloh.
Zur Ursache des Desasters in der Nähe des Flughafens Luton, bei dem am frühen Sonntagmorgen nach Angaben der Polizei mindestens 43 Menschen verletzt worden waren, gab es zunächst keine Erkenntnisse. Bis auf zwei Verletzte hätten alle die Krankenhäuser verlassen können, hieß es in der Nacht zum Montag weiter. Angesichts der Verwüstungen gehen Experten davon aus, dass es lange dauern kann, bis die Ursache des Unglücks geklärt ist. Erste Befürchtungen, es könnte sich um einen Terroranschlag handeln, hatten die Ermittler ausgeschlossen.
Auch in der Nacht zum Montag brannten die mit Öl, Benzin und Kerosin gefüllten Tanks noch lichterloh. Die Feuerwehr begann in der Früh mit den eigentlichen Löscharbeiten. Die Feuerwehr in Hemel Hempstead ging davon aus, dass es mindestens noch einen Tag dauern wird, bis das Feuer gelöscht ist. Die Lage sei aber unter Kontrolle, sagte Feuerwehr-Chef Roy Wilsher.
Die durch die riesige nach Südosten ziehende Rauchwolke drohende unmittelbare Gesundheitsgefahr sei relativ gering, versicherten Mediziner. Sollte es allerdings regnen, würden riesige Mengen von Schadstoffen in den Boden gelangen.
Viele Anwohner waren in der Früh zunächst von einem Flugzeugabsturz ausgegangen. Durch die Druckwelle der Explosion wurden Dächer abgedeckt und Haustüren eingedrückt. Fensterscheiben gingen zu Bruch, 2.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Wie Augenzeugen berichteten, wurde das Treibstofflager zunächst von einer großen Explosion erschüttert, die noch 60 Kilometer vom Unglücksort entfernt zu hören war. Danach habe es noch drei kleinere Explosionen gegeben. Die Flammen über dem Unglücksort schossen den Berichten zufolge bis zu 100 Meter hoch in den Himmel.
Das fünftgrößte Treibstofflager Großbritanniens versorgt den Flughafen Luton und wird von mehreren großen Ölgesellschaften genutzt. Den Angaben nach gibt es dort insgesamt 20 Tanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils rund 13,6 Millionen Litern. Die Polizei beruhigte verunsicherte Autofahrer, die die Tankstellen in der Region belagerten. Trotz des Unglücks werde es keinen Engpass bei der Benzinversorgung geben, hieß es.
Der dichte Rauch führte am Abend auch in Luton zu Behinderungen für den Flugverkehr. Auch am Londoner Flughafen Heathrow war die Sicht durch dichte Rauchwolken zeitweise eingeschränkt. Es kam zu Verspätungen. Mehrere Flüge mussten gestrichen werden. Eine Autobahn in der Nähe der Unglücksstelle wurde gesperrt.
