England: Treibstofftankexplosion: Extreme Gefahr für Brandbekämpfer
England: Die Bekämpfung der Flammen in dem Treibstoffdepot Buncefield nahe London gestaltet sich für die Feuerwehr schwieriger als erwartet. Immer neue Probleme behindern den Einsatz. So musste die Löschaktion wegen einer möglichen Tankexplosion in der Nacht unterbrochen werden.
Die Belastungen für die Feuerwehrleute seien extrem, so der Einsatzleiter. Immer noch lodern Dutzende Meter hohe Flammen auf dem Gelände. Die Rauchwolke des Brandes hat bereits Frankreich erreicht. Eine Prognose für das Ende des Einsatzes wollten die Behörden nicht abgeben.
Nach einer Unterbrechung am Dienstagabend hat die Feuerwehr bei dem verheerenden Großbrand nördlich von London die Löscharbeiten in der Nacht zum Dienstag fortgesetzt. Wie die Einsatzleitung mitteilte, waren in der Nacht 150 Feuerwehrmänner im Einsatz, um das Feuer in dem Treibstofflager Buncefield im Nordwesten der britischen Hauptstadt zu bekämpfen.
Die Belastungen für die Feuerwehrleute seien extrem, teilte die Einsatzleitung mit. Insgesamt seien Brandbekämpfer aus 16 Orten im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen waren die Einsatzkräfte am Abend des 12. Dezember 2005 zunächst abgezogen worden. Die Einsatzleitung hatte befürchtet, dass ein Tank mit zunächst unbekanntem Inhalt explodieren könnte. „Wir wollen nicht unnötig Menschenleben riskieren, der Umweltschaden ist schon schlimm genug“, sagte Einsatzleiter Roy Wilsher. Nach Klärung des Inhalts in dem besonders intensiv brennenden Tank wurden die Löscharbeiten wieder aufgenommen.
Mehrere von insgesamt 20 Tanks seien inzwischen dagegen gelöscht, hatte die Feuerwehr am Montagnachmittag mitgeteilt. Allerdings loderten immer noch zahlreiche Brände auf dem Gelände Dutzende Meter hoch. Eine Prognose über das voraussichtliche Ende des Einsatzes wollte die Feuerwehr noch nicht abgeben. Am Montag hatten die Löschmannschaften zuvor mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen, da der Wind über der Anlage gedreht hatte. Es könne noch Tage dauern, bis sämtliche Brandherde gelöscht seien, hieß es.
