Mindestens fünf Tote nach Busunfall auf Madeira
Madeira (Portugal): Mindestens fünf Todesopfer forderte ein Unfall mit einem Reisebus auf der portugiesischen Insel Madeira. Die Toten sind alle italienische Staatsangehörige, die sich auf einer Kreuzfahrt befanden
Bei einem Busunfall auf der portugiesischen Insel Madeira sind am Freitag mindestens 5 italienische Touristen ums Leben gekommen. 43 Feriengäste seien verletzt worden, berichteten portugiesische Medien unter Berufung auf den italienischen Honorarkonsul. Die Touristen waren auf einer Kreuzfahrt und hatten einen Stopp auf der vor der marokkanischen Küste liegenden Insel eingelegt. In dem Bus befanden sich rund 50 Insassen. Die meisten Touristen waren nach den Angaben Italiener. Von den insgesamt 43 Verletzten, über deren Nationalität zunächst keine genauen Angaben vorlagen, erlitten eine Frau und ein Kind schwere Verletzungen, wie der Spitaldirektor in Madeiras Hauptstadt Funchal mitteilte.
Die portugiesischen Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen weiter, das Unglück sei vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit passiert. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Unglücksursache. Der Busfahrer werde noch befragt. Nach Angaben eines Feuerwehrmannes kam der Bus in einem Kreisverkehr bei So Vicente im Norden der Insel von der Strasse ab.
Die Touristen waren erst am Freitagmittag auf Madeira angekommen. Das italienische Kreuzfahrtschiff, auf dem sich insgesamt etwa 1700 Personen befanden, verkehrt zwischen der Kanareninsel Teneriffa und dem südspanischen Málaga. Die eigentlich für den Abend geplante Abfahrt des Schiffes wurde verschoben.
