Stmk: Bergung der auf Grund liegenden Murecker Schiffsmühle
Mureck (Stmk): Zwei Bergeversuche sind gescheitert, beim dritten Versuch hat es am Donnerstag, dem 2. Februar 2006, geklappt. Die Murecker Schiffsmühle, die wegen einer Vereisung auf Grund gelaufen war, konnte geborgen werden.
Beim Versuch am Mittwoch waren sechs Taucher und Kräfte der Feuerwehr beteiligt. Um einen möglichst niedrigen Wasserstand zu erhalten, wurden die Schleusen des Kraftwerks Spielfeld geschlossen. Laut Plan hätte der abgesackte Schiffsrumpf hoch- und das Wasser ausgepumpt werden sollen. Das Vorhaben scheiterte allerdings – eine Stütze, die zur Sicherung diente, brach, und die schwimmende Mühle sackte erneut ab.
Am Donnerstag, dem 2. Februar 2006, startete die Feuerwehr mit einem vergrößerten Aufgebot einen weiteren Anlauf, um die Mühle aus den Fängen der Mur zu befreien. Abermals wurde nach Absenken des Wasserspiegels versucht, den Schiffsrumpf durch Luftkissen zu heben und das Wasser herauszupumpen – diesmal mit Erfolg. Nun wird mit Hochdruck an der Reparatur gearbeitet; ab März soll die schwimmende Mühle auch für Besucher wieder zugänglich sein.
Nach Auskunft von Roland Hirtenfelder, Geschäftsführer der Schiffsmühle, beläuft sich der bisher abzuschätzende Schaden auf etwa 100.000 Euro. Um weitere Pannen dieser Art künftig zu vermeiden, sollen die aus Holz gebauten beiden Schiffskörper laut Hirtenfelder in einen Metallkorpus gesetzt werden. Landeshauptmann Franz Voves sicherte Hilfe zu.
Die Murecker Murmühle war bereits einmal, im Zuge eines Hochwassers im August 2002, gesunken. Damals war sie von einem treibenden Baumstamm „torpediert“ worden. Diesmal liegt die Ursache für ihr Kentern laut Hirtenfelder in der damals als Schutzmaßnahme angebauten Metallverkleidung: Zwischen dieser und dem hölzernen Korpus hatte sich Eis gebildet, das wiederum schadhaftes Holz eindrückte und so zum Leck führte.
