Technisch

Nö: Schnee-Einsätze in NÖ gehen weiter

Nach wie vor stehen rund 1500 Kräfte der NÖ Feuerwehren im Einsatz.

Schwerpunkt ist nach wie vor im Bezirk Lilienfeld in den Orten Annaberg, Mitterbach, Türnitz, St. Aegyd, Kleinzell und Ramsau. In diesem Bereich wurde bereits am Vormittag der Einsatz zur Katastrophe erklärt. Derzeit sind 550 Kräfte von 19 Feuerwehren aus dem Bezirk sowie drei
Katastrophen-Hilfsdienst-Einheiten aus St. Pölten und Melk damit beschäftigt, gefährdete Häuser vom Schnee zu befreien.

Im Bezirk Amstetten sind vor allem die Bereiche St. Georgen a. Reith, Ertl und Hollenstein betroffen, neben örtlichen Feuerwehren ist hier ebenfalls eine Katastrophen-Hilfsdienst-Bereitschaft aus Amstetten im Einsatz.

Im Bezirk Scheibbs helfen derzeit 10 Feuerwehren in Lunz am See die Schneelage zu bewältigen, weitere Einsätze gibt es in Puchenstuben und Göstling.

Auch im Bezirk Wiener Neustadt kommt es im Abschnitt Gutenstein zu Schnee-Einsätzen, hier sind derzeit 10 Feueuerwehren mit 100 Kräften beschäftigt.

Probleme gibt es auch im Waldviertel, im Bezirk Gmünd, im Bereich Waidhofen/Thaya und Zwettl sind rund 40 Feuerwehren im Einsatz.

Abschaufeln wo es geht

Primäres Problem ist die Schneelast – Dächer von öffentlichen Gebäuden, Firmen und Privathäusern sind einsturzgefährdet und müssen abgeschaufelt werden.

Lt. Statiker des Gebietsbauamtes 3 besteht durch die hohe Schneelast generell bei allen Gebäuden im betroffenen Bereich im Süden Niederösterreichs Gefährdung. Im Raum Mitterbach sind Objekte statisch auf 400kg/m2 ausgelegt. Bei den derzeitigen Schneehöhen von bis zu 1,70m und dem
bei Temperaturen um 0 Grad extrem schweren Schnee herrschen Belastungen von 500 – 600 kg. Die Normen werden damit bei weitem übertroffen, in einem 50jährigen Beobachtungszeitraum gibt es dafür keine Vergleiche. In den statischen Normen sind zwar Sicherheitszuschläge und Reserven bedacht, dennoch ist ein Abräumen der Dächer dringend empfohlen.

Die Feuerwehren helfen wo es geht, öffentliche und private Gebäude werden eines nach dem anderen von der Schneelast befreit. Rein rechtlich wäre jeder Hausbesitzer selbst dafür verantwortlich. Für die eingesetzten Feuerwehrkräfte ist es aber selbstverständlich, unermüdlich zu helfen und mit Muskelkraft und unterstützt und gesichert von Kränen
zu schaufeln.

BrandAus

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