Oö: Die Bilanz nach der Schneekatastrophe – 30.000 Fw-Leute im Einsatz

Oberösterreich: 30.000 Feuerwehrleute und hunderte Rot-Kreuz-Mitarbeiter waren während der Schneekatastrophe in Oberösterreich im Einsatz. Sie befreiten hunderte Dächer von den Schneemassen und verhinderten dadurch viele menschliche Tragödien.
Es lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken, wie viele tausende Tonnen Schnee die Feuerwehrkräfte in den Tagen der Schneekatastrophe von den Dächern geschaufelt haben, wie viele Straßen, Wege, Höfe und Plätze sie freigeschaufelt haben.
Zwischen 3. und 17. Februar waren allein in Oberösterreich 30.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Mindestens zehn Stunden lang haben sie jeden Tag Schnee geschaufelt. 4000 Feuerwehr-Fahrzeuge waren rund um die Uhr unterwegs, um Hilfe immer dorthin zu bringen, wo sie gerade am Dringendsten benötigt wurde. An Spitzentagen waren 62 Prozent aller öffentlichen Feuerwehren im Einsatz.

2634 Feuerwehrleute standen im sogenannten überregionalen Einsatz. Das heißt: wenn in einem Bezirk die vorhandene Kapazität nicht ausreichte, wurden aus anderen Bezirken Leute zusammengezogen und vor Ort gebracht. Koordiniert von der Landeswarnzentrale: Wo normalerweise zwei Leute ihren Dienst versehen, waren während der Schneekatastrophe bis zu 17 Leute eingesetzt.
Nach der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002 waren die heurigen Schneemassen die größte Aufgabe, der sich die Florianijünger in den vergangenen Jahrzehnten stellen mussten.

Gefährlicher als Hochwasser: „Was die Gefährlichkeit betrifft, waren die Schneemassen noch bedrohlicher als das Hochwasser“, sagt Landesfeuerwehr-Kommandant Johann Huber. „Die Leute mussten fast immer abgesichert auf Dächern arbeiten.“
Umso höher ist zu bewerten, dass sich „nur“ sieben Feuerwehrmänner bei den Einsätzen leicht verletzt haben. „Ein Zeichen für die gute Ausbildung.“
Auch das Rote Kreuz hatte während der Schneekatastrophe alle Hände voll zu tun. Oberösterreichweit waren an Spitzentagen bis zu 650 Mitarbeiter in Krisenstäben, Notunterkünften, Feldküchen und Rettungsdienst im Dauereinsatz. Täglich wurden bis zu 1500 Portionen warme Mahlzeiten gekocht, um Mitarbeiter von Bergrettung, Bundesheer, Feuerwehr, Polizei und Gemeinde zu verköstigen.

Großeinsatz: Während der Katastrophe waren 30.000 Feuerwehrleute mit 4000 Fahrzeugen mindestens 300.000 Stunden im Einsatz. An Spitzentagen sorgten 650 Mitarbeiter des Roten Kreuz für Erste Hilfe und leibliches Wohl.
