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Nö: Hochwasserhelfer entlang der March im Dauereinsatz

Niederösterreich: Im Hochwassergebiet entlang der March ist die Situation weiter angespannt. Neben dem Dammbruch in Dürnkrut ist in der Nacht auf den 4. April 2006 auch ein zweiter Damm bei Stillfried gebrochen. Das Abdichten der lecken Stelle schreitet aber nach Angaben der Feuerwehr gut voran.

Durch den enormen Wasserdruck der March war bei der Ortschaft Stillfried ein weiterer, 50 Meter langer Abschnitt des durchweichten Dammes eingebrochen. „Dort haben wird den größten Wasseraustritt. Der geht uns dann leider über nach Mannersdorf und Angern. Trotz der Maßnahmen, die wir gesetzt haben, müssen wir mit Überflutungen rechnen“, so Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta. Mehr als 80 Häuser mussten in den Orten Stillfried, Drösing und Mannersdorf in der Nacht evakuiert werden. Die betroffenen Bewohner verbrachten die Nacht im Kindergarten. Auch dieser Damm wird wie in Dürnkrut mit Panzerriegeln und Sandsäcken zu stopfen versucht. 200 Feuerwehrmänner und 300 Bundesheersoldaten sind im Dauereinsatz. Black Hawk-Hubschrauber des Bundesheeres fliegen Schüttmaterial zum Damm.

Auch die Reparaturarbeiten des Bundesheeres und der Feuerwehr liefen am Dienstag, dem 4. April 2006, auf Hochtouren weiter. Mit Black Hawk Hubschraubern wurden „Big Bags“ gefüllt mit Steinen und Erde zu dem gebrochenen Damm geflogen. Am Landweg konnte der Damm nicht mehr erreicht werden. Unverändert ist die Situation in Dürnkrut, wo am Montag ein Damm auf einer Länge von 100 Metern gebrochen war. Ein Drittel des Ortes steht nach wie vor unter Wasser. 300 Häuser mussten evakuiert werden. Das Wasser dort abzupumpen oder abzuleiten wird noch Tage dauern, so die Feuerwehr. Der Pegel der March ist am Vormittag wieder leicht gesunken. Das Hochwasser dürfte aber nur langsam zurückgehen, erklärte der für Katastrophen zuständige Landesrat Josef Plank (ÖVP). „Es ist eine weitgehend stabile Lage, die nicht erfreulich ist, aber zumindest von den Wasserständen her im Griff zu sein schein“, so Plank bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Hochwassergebiet.
Die Situation ist aber noch wie vor weiter angespannt, weil die Dämme völlig aufgeweicht sind. Neue Dammeinbrüche können deshalb laut Feuerwehr nicht ausgeschlossen werden.

ORF Niederösterreich

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