Nö: Aufwändiger Brandeinsatz in Asylantenunterkunft in Wimpassing
Wimpassing (Nö): Am Dienstag, dem 16. Mai 2006, wurden die Feuerwehren Wimpassing und Grafenbach um 22.24 Uhr zu einem Zimmerbrand in der Asylantenunterkunft alarmiert. In einer der acht Wohneinheiten brach vermutlich durch einen defekten Badezimmerentlüfter der Brand aus.
Bei der Ankunft des Tanklöschfahrzeuges Wimpassing waren keine Personen mehr in der besagten Wohnung. Der erste Atemschutztrupp konnte mit Hilfe eines Hochdruckrohres den Brand vorerst rasch löschen. Es stellte sich jedoch heraus, dass sich der Brand zwischen den Holzriegelbauwänden als Schwelbrand Richtung Nebenwohnung und vor allem Richtung Dachboden ausgebreitet hatte. Daher wurden die Feuerwehren St. Valentin-Landschach, Semperit Wimpassing und Köttlach nachalarmiert.

Da jederzeit mit einem Branddurchbruch und einer Durchzündung zum Dachboden hin gerechnet werden musste, wurde ein weiteres Hochdruckrohr am Flachdach und 2 C-Rohre in den beiden Innenhöfen positioniert. Zwei Möglichkeiten boten sich den Einsatzkräften. Entweder Öffnen des Flachdaches, um von Oben einen Zugang zu bekommen oder Öffnen der Holzriegelwände im Inneren der betroffenen Wohnung. Für beide Möglichkeiten wurde alles vorbereitet. Der Einsatzleiter entschied sich für die Öffnung der Holzriegelwände und der inneren Deckenverschallung.
Weitere vier Atemschutztrupps wurden benötigt, um die Fließen, die Gipskartonplatten und die Holzverschallung im Badezimmer bzw. an der Gangdecke zu entfernen. Weitere Einsatzkräfte begannen das angebaute Nebengebäude, insbesondere dessen Dachboden, mit Hilfe eines Drucklüfters zu Entlüften.
Um 23.31 Uhr wurden die Wände soweit geöffnet, dass mit den Löscharbeiten zwischen den beiden Wohnungen und der Deckenkonstruktion begonnen wurde. Um 00.07 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden. Die ersten Einsatzkräfte konnten kurz vor 1:00 Uhr wieder einrücken. Die Freiwillige Feuerwehr Wimpassing hielt bis 2 Uhr 45 Brandwache. Nach dem Einrücken war auch um 3:00 Uhr der Einsatz für die letzten Einsatzkräfte beendet. Verletzt wurde niemand.
Eingesetzte Einsatzkräfte:
FF Wimpassing: 20 Mann, 4 Fahrzeuge
BTF Wimpassing: 2 Mann, 1 Fahrzeug
FF St. Valentin-Landschach: 8 Mann, 1 Fahrzeug
FF Grafenbach: 14 Mann, 2 Fahrzeuge
FF Köttlach: 10 Mann, 2 Fahrzeuge
Polizei Ternitz 4 Mann 2 Fahrzeuge
