Nö: 48 Feuerwehr-A-Boote aus der Donau gehoben…
Möllersdorf (Nö): Zu einem nicht alltäglichen Einsatz kamen am Samstag, dem 27.05.2006, die multifunktionalen Wechselladefahrzeuge (WLF) des NÖ Landes-Feuerwehrverbandes, welches eines bei der Freiw. Feuerwehr Möllersdorf stationiert ist, in Hainburg an der Donau.
Im Zuge des Abschlusses des Schiffsführerlehrganges des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, der seit Mittwoch den 24.05.2006 in Hainburg abgehalten wurde, mussten 48 alte und neue A-Boote aus der Donau an Land gehoben und auf bereitgestellte Bootsanhänger verladen werden.

Zwei Mitglieder der FF Möllersdorf unterstützen mit dem Ladekran des WLF die örtliche Freiw. Feuerwehr Hainburg und die FF Mautern bzw. weitere FF, welche ebenfalls mit ihren WLF-Kran vor Ort waren, bei den Verladearbeiten.
Bericht von Christian Daubal:
Vom 24. bis 27. Mai 2006 fand in Markthof, Niederösterreich das Schiffsführerlager des Nö. Landesverbandes statt. Mehr als fünfzig Bootsbesatzungen nahmen an der Veranstaltung teil; neben den Niederösterreichern kamen die Teilnehmer auch aus der Slowakei, Tirol, Salzburg und aus der Steiermark. Die March und die Donau bilden auf diesem Abschnitt die Grenze zur Slowakei. Am Thebener Felsen, ein beliebtes Ausflugsziel der Pressburger, verfolgte die Slowakische Bevölkerung interessiert das Treiben der vielen Feuerwehrboote.
Höhepunkt war die Nachtfahrt tief in die Slowakei hinein, wobei den Teilnehmern die Schwierigkeiten des Navigierens bei Nacht auf fremden Gewässern vor Augen geführt wurden. Überhaupt ist die Donau östlich von Wien keine leichte Strecke; starke Strömung, wechselnder Schifffahrtsverlauf und Untiefen verlangen viel Können und gute Ausbildung. Geübt wurden sämtliche Fahrmanöver, das Setzen von Ankern und Bojen, Suchen verlorener Gegenstände und der Aufbau von Ölsperren.
Verpflegt und gut betreut wurde das Lager von der ganzen Markthofer Bevölkerung, die sich rund um die Uhr um das Lager kümmerte und die Teilnehmer ausgezeichnet versorgte.
In einer bewegenden Rede verabschiedete sich Brandrat Peter Höchtl von den Teilnehmern als Leiter des Schiffsführerlagers. Nach jahrzehntelanger Tätigkeit beim Wasserdienst bedankte er sich bei seinen Ausbildern, seinem Stellvertreter „Poidl“ Edlinger aus Hainburg und bei Gerda Eismayer vom Verband. Peter Höchtl war in den vergangenen Jahrzehnten immer für den Wasserdienst da. Dass der Wasserdienst in Niederösterreich, so wie er heute da steht ein Vorbild für alle anderen Bundesländer ist, muss auch seinen Kritikern Respekt abverlangen. Peter Höchtl und Leopold Edlinger wurden von den Anwesenden mit stehendem Applaus bedacht.
