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Oö: Krankenschwester sprang in Teich und rettete Autolenker das Leben

Atzelsbach (Oö): Weil ihm beim Fahren übel geworden war, stürzte Ludwig F. (60) Sonntagabend, 25. Juni 2006, in seiner Heimatgemeinde Atzelsbach mit seinem Auto in einen Fischteich. Der Wagen versank. Der Mann konnte sich nicht befreien.

Daniela Mayrhofer (33) war vor ihrem Haus gesessen und hatte alles mit angesehen: „Ich habe ein Quietschen und Gerumpel gehört. Dann ist das Auto die Böschung hinabgefahren und in den Teich gefallen.“ Die Krankenschwester zögerte keine Sekunde. Sie lief sofort hin. „Der Wagen ist nicht gleich versunken. Er ist noch eine Zeit lang geschwommen. Mit Nachbarn haben wir zuerst überlegt, eine Leiter zu holen, weil der Fischteich so verschlammt ist. Aber dann bin ich einfach reingesprungen und hingeschwommen“, sagt die Mühlviertlerin den OÖN.
Der 60-jährige Lenker saß hilflos hinter dem Steuer. Vergeblich zerrte die Retterin immer und immer wieder an der Fahrertür: „Ich habe sie einfach nicht aufbekommen. Vielleicht war die Tür von innen verriegelt oder es war der Wasserdruck. Ich weiß es auch nicht“, sagt Mayrhofer. „Aber der Fahrer war zum Glück nicht bewusstlos.“

Fahrer aus Fenster gezogen: Ludwig F. kurbelte die Seitenscheibe herunter. „Da habe ich ihn durch das Fenster rausgezogen und ans Ufer gebracht. Dann habe ich seinen Kreislauf kontrolliert, ihn ausgezogen und in Decken gewickelt“, so die 33-Jährige.
„Die Frau hat ihm sicher das Leben gerettet. Als wir eintrafen, kümmerte sich bereits die Rettung um ihn. Er lag auf einer Bahre und war ansprechbar. Das Auto war bis zum Dach im Teich versunken“, sagt der Kommandant der Feuerwehr Sarleinsbach, Herbert Stallberger. Er und seine Männer „mussten den Teich zunächst halbleer pumpen, ehe wir den Wagen mit einem auf einem Fahrzeug montierten Kran bergen konnten“.

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