Medien / Fotografen

Sbg: Feuerwehr übt auf ORF-Sender – Herausforderung für Höhenrettergruppe

Gaisberg (Salzburg): Der ORF-Sender Gaisberg war Dienstagvormittag, 4. Juli 2006, Schauplatz einer spektakulären Feuerwehrübung. 40 Männer der Salzburger Berufsfeuerwehr sollten einen Verletzten vom Sendemast bergen.

Eine besondere Herausforderung für die Höhenrettungstruppe der Feuerwehr war nicht nur die geografisch exponierte Lage des Senders. Berücksichtigt musste auch die Senderstrahlung werden, die im direkten Nahbereich des Mastes hoch sein kann. Das Bild, das sich auf dem Gaisberg am Dienstagvormittag bot, war für Zuseher spektakulär. Übungsannahme war, dass direkt beim Mast einige Kabel verschmort sind. Ein Brand und starker Rauch mussten bekämpft werden. Dabei, so die Annahme, verunglückte ein Monteur und saß in rund 60 Meter fest. Um ihm zu helfen, baute die Berufsfeuerwehr eine behelfsmäßige Seilbahn, um den verletzten Mann auf den Boden zu bringen.

Der Salzburger Branddirektor Eduard Schnöll sagt, bei dieser Übung hätten seine Einsatzkräfte wertvolle Erfahrungen gesammelt: „Für uns ist es immer wichtig, dass wir an speziellen Bauwerken unsere praktischen Fähigkeiten üben können. Es würde nicht reichen, das nur theoretisch zu behandeln. Wir müssen auf dem Sender genau wissen, wohin wir vorstoßen dürfen, ohne selbst in größere Gefahr zu kommen. Es gibt ja auch Bereiche mit gefährlicher Strahlung, wenn man zu nahe kommt.“

Es gebe sehr wohl eine Gefährdung durch die Sendestrahlung direkt beim Sender, sagt Schnöll. Diese Strahlung nimmt mit der Entfernung zur Quelle exponentell extrem stark ab, sagen Experten. Wenn die Anlage nicht abgeschaltet ist, dürften sich in gefährlichen Zonen direkt auf dem Mast allerdings keine Menschen aufhalten, so Schnöll: „Je weiter oben, umso größer wird die Belastung.“

Nach etwas mehr als einer Stunde wurde diese Übung erfolgreich beendet. Und der „Verletzte“, gespielt von einem Feuerwehrmann, war dann auf sicherem Boden; geborgen aus 60 Metern Höhe.

ORF Salzburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert