Oö: Zahlreiche Alarme zu Unwetterüberflutungen
Oberösterreich: Die heftigen Regenfälle am Freitagabend, 7. Juli 2006, haben wieder zu zahlreichen Überflutungen geführt. Das Landesfeuerwehrkommando zählte bis in die Morgenstunden rund 110 Alarmierungen bei etwa 50 Feuerwehren.
„So etwas haben wir noch nie erlebt“ – das war der einmütige Tenor aller betroffenen, deren Grundstücke und Häuser am Freitagabend von den Sintflutartigen Regenfällen und Vermurungen betroffen waren. Binnen weniger Minuten schoss das Wasser von den Hängen in Feldkirchen und Aschach zu Tal, riss Geröll mit sich und verwandelte Straßen in Wildbäche.
Am schlimmsten hat es wohl einen großen Betrieb in Aschach an der Donau erwischt, der sich auf die Reifung von Bananen spezialisiert hat. Dort ist ein 50 bis 70 Quadratmeter großes Flachdach über einem Teil der Verpackungshalle unter den Wassermassen eingebrochen.
Ansonsten waren hauptsächlich die Keller zahlreicher Wohnhäuser betroffen. Kanäle, die die Wassermassen einfach nicht mehr fassen konnten, gingen über. Winzige Gerinne, im Sommer normalerweise ausgetrocknet, schwollen innerhalb weniger Minuten zu reissenden Bächen an.
Wie viele Häuser betroffen waren, lässt sich noch nicht sagen. Erheblichen schaden richteten auch Vermurungen von Straßen an.
