Tirol: Waldbrand in Kufstein
Kufstein (Tirol): Am 22. Juli 2006 wurden die Flughelfer der STADTFEUERWEHR Kufstein um 19:05 Uhr mittels stiller Alarmierung zu einem Waldbrand in der Wildschönau gerufen.
Ab 19:09 Uhr rückten MTF und LAST1 der STADTFEUERWEHR Kufstein zur Einsatzstelle aus.

Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter bot sich folgende Lage:
1.
Die Feuerwehr Oberrau wurde bereits um 16:55 mittels Sirene alarmiert. In der Kundler Klamm Richtung Mühltal, kam es durch einen Blitzschlag bereits am Vortag zu einem Waldbrand. In kürzester Zeit rückten dann die Löschzüge Dorf, Kirchen und Mühltal aus. Der Löschzug Thierbach und die Feuerwehr Kundl blieben in Alarmbereitschaft.
2.
Da die Brandstelle im unwegsamen Gelände lag, machte sich nur ein Trupp der FF Oberau zu Fuß auf um die Brandstelle zu erreichen. Ausgestattet mit Feuerpatschen, Schaufeln und in Brandschutzkleidung ging es eine Stunde zu Fuß zur Brandstelle. Dort angekommen berichtete der Trupp der Einsatzleitung über 2 Meter hohe Flammen, die begünstigt durch den Wind, ein raschen Ausbreiten des Brandes vermuten lassen.
3.
Die Einsatzleitung entschließt sich, die Unterstützung eines Hubschraubers anzufordern und hält Rücksprache mit BFI Winkler sowie der LEITSTELLE Tirol. Der Hubschrauber des Innenministeriums Martin 7, der gerade am Pendling in Kufstein/Thiersee einen, ebenfalls durch einen Blitzschlag ausgelösten aber bereits erloschenen Waldbrand kontrollierte, flog sofort zur neuen Brandstelle.
4.
Beim Eintreffen der Flughelfer der STADTFEUERWEHR Kufstein um ca. 19:20 unternahm der Kommandant der FF Oberau, HBI Fuchs Anton, mit dem Hubschrauber MARTIN 7 einen ersten Erkundungsflug. Er berichtete anschließend, dass seine Kameraden den Brand bereits eindämmen konnten und nur noch eine relativ kleine Fläche betroffen war. Da MARTIN 7 wieder zu seinem Heliport zurückfliegen musste, wurde für die Löscharbeiten ein Hubschrauber der Fa. Heli KNAUSS angefordert.
Einsatztaktische Maßnahmen und Einsatzabläufe:
Die Flughelfer der STADTFEUERWEHR Kufstein nahmen Kontakt mit dem KNAUSS-Helicopter auf und wiesen an der Einsatzstelle ein. Nach kurzer Rücksprache mit dem Piloten und seinem Flughelfer entschloss man sich, noch einige Löschflüge mit dem „BAMBI“ bis zur Dunkelheit durchzuführen. Die Wasserversorgung für diesen Löschsack wurde vom Tanklöschfahrzeug der FF Oberau und einem Oberflurhydranten sichergestellt. Die Flughelfer der STADTFEUERWEHR Kufstein wiesen den Piloten an der Befüllungsanlage ein und übermittelten den genauen Wasserabwurf über Funk. So konnte in ca. einer Stunde Flugzeit die Brandstelle 18 mal angeflogen werden und insgesamt 9000 Liter Wasser über der Brandstelle abgeworfen werden. Um 21:30 Uhr meldete der Bodentrupp der FF Oberau „Brandaus“.
Einsatzende:
Um 21:50 Uhr rückte die STADTFEUERWEHR Kufstein wieder ins Gerätehaus ein und erklärte gegenüber der Alarmzentrale die komplett wiederhergestellte Einsatzbereitschaft.
Im Einsatz standen insgesamt:
9 Mann der STADTFEUERWEHR Kufstein
2 Fahrzeuge der STADTFEUERWEHR Kufstein
6 Fahrzeuge und 60 Mann der Feuerwehr Oberau
Hubschrauber des Innenministeriums
Hubschrauber der Fa. Knauss

2. Einsatztag:
Am 23. Juli 2006 wurde die STADTFEUERWEHR Kufstein um 09:17 Uhr mittels stiller Alarmierung wieder zu einem Waldbrand oberhalb des Hechtsees gerufen.
Ab 09:19 rückten KDO, TANK 1, SLFA, MTF und LAST 2 der STADTFEUERWEHR Kufstein zur Einsatzstelle aus.
Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter bot sich folgende Lage:
Oberhalb der Badeanstalt, im Bereich des „Sprungfelsens“, hatte sich ein Waldbrand entwickelt. Ausgelöst wurde das Feuer vermutlich durch ein Lagerfeuer, dass in der Nacht zuvor von Jugendlichen dort abgebrannt wurde. Der Brand hatte sich auf eine Fläche von ca. 20 m² ausgebreitet.

Einsatztaktische Maßnahmen und Einsatzabläufe:
Die STADTFEUERWEHR Kufstein begann sofort mit der Verlegung einer ca. 300 Meter langen B-Zubringerleitung durch das steile und unwegsame Gelände. Währendessen wurde im hinteren Teil der Badeanstalt eine Wasserentnahmestelle errichtet, um das Löschwasser mit Hilfe der Einbaupumpe des SLFA (Schweres-Lösch-Fahrzeug-Allrad) zum Brandherd zu befördern.
An der Brandstelle selbst wurden die Glutnester, die teilweise bis tief in den Boden reichten, mit einer Wärmebildkamera lokalisiert und mit einem C-Strahlrohr abgelöscht.
Durch das frühe Erkennen des Brandes und das rasche Eingreifen der STADTFEUERWEHR Kufstein konnte eine Ausdehnung des Brandes verhindert werden.

Einsatzende:
Um 11:14 Uhr rückte die STADTFEUERWEHR Kufstein wieder ins Gerätehaus ein und erklärte gegenüber der LEITSTELLE Tirol die komplett wiederhergestellte Einsatzbereitschaft.
Im Einsatz standen insgesamt:
33 Mann der STADTFEUERWEHR Kufstein
5 Fahrzeuge der STADTFEUERWEHR Kufstein
Polizeiinspektion Kufstein
