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Bgld: Zündelnder Feuerwehrmann in Eisenstadt vor Gericht – 1 Jahr bedingt

Eisenstadt (Bgld): Ein 19-jähriger Burgenländer steht am 12. September 2006 in Eisenstadt wegen versuchter Brandstiftung vor Gericht. Der Bursche war Feuerwehrmann in Siegendorf und hat mehrmals selbst Feuer gelegt. Der 19-Jährige ist geständig.

Versuchte Brandstiftung und Sachbeschädigung wirft die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen Feuerwehrmann vor. Der Bursche war noch minderjährig als er in der Zeit zwischen dem Jahr 2003 und 2005 die Brände legte. Zwei Mal zündete er Strohballen und drei Mal Abfälle eines TapeziererBetriebes an – einmal griff das Feuer sogar auf ein Haus über. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Die Brände verursachten aber einen Sachschaden von insgesamt 14.000 Euro. An den Löscheinsätzen beteiligte sich der Bursche damals auch selbst, seine Kollegen beschreiben ihn als eifrigen Feuerwehrmann.
Die Polizei kam ihm auf die Spur, weil der Bursche nachdem er einen Brand gelegt hatte, das Feuer telefonisch meldete. Der Bursche gestand, sein Tatmotiv: Langeweile. Der Strafrahmen reicht bis zu einer Freiheits-strafe von fünf Jahren. Das Urteil des Schöffengerichts soll es noch heute geben.

Update:
Ein 19-jähriger Feuerwehrmann, der von 2003 bis 2005 fünf Mal Feuer in Siegendorf legte, ist in Eisenstadt zu einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Versuchte Brandstiftung und Sachbeschädigung warf die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen Feuerwehrmann vor. Der Bursche war noch minderjährig als er die Brände legte. Auf die Frage nach dem Grund für die Taten meinte der 19-Jährige, der sich voll geständig zeigte, er habe „einfach mit seinen Kameraden zusammen sein“ wollen, wenn es daheim Probleme gab. Die Kameraden hätten immer zu ihm gehalten.
Zwei Mal zündete er Strohballen und drei Mal Abfälle eines Tapeziererbetriebes an – einmal griff das Feuer sogar auf ein Haus über. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Die Brände verursachten aber einen Sachschaden von insgesamt 14.000 Euro. Beim letzten Brand rief der Burgenländer unter einem anderen Namen selbst bei der Feuerwehr an – deswegen kam ihm auch die Polizei auf die Spur: „Damals wollte ich, dass es vorbei ist. Ich wollte keinen Schaden zufügen“, sagte der 19-Jährige vor Gericht. Die Gefahr, dass abgesehen vom Abfall auch die Lagerräumlichkeiten des Betriebes zu brennen beginnen, habe er nicht gesehen.

Ein Schuldspruch liege „klar auf der Hand“, sagte Richter Karl Mitterhöfer in der Urteilsbegründung. Als mildernd seien das Geständnis und die bisherige Unbescholtenheit zu werten. Erschwerend komme die Tatwiederholung hinzu. Dass eine bedingte Strafe verhängt werde, sei „ein Grenzfall.“ Der 19-Jährige nahm das Urteil an. Er erhält einen Bewährungshelfer und muss 600 Euro Schadenersatz leisten. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

ORF Burgenland

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