Oö: Allgemeiner Behördenfunk auch in Oberösterreich
Oberösterreich: Innenministerin Liese Prokop und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer unterzeichneten am 28. September 2006 eine Grundsatzvereinbarung über die Einführung des digitalen Behördenfunksystems in Oberösterreich.
Ein funktionierendes Kommunikationssystem ist eine Grundvoraussetzung für die Abwicklung jedes Einsatzes. Das in Wien und Tirol flächendeckend eingeführte Funksystem funktioniert in den Ballungszentren nicht nur oberhalb der Erde, sondern auch in U-Bahnen und in Kanalschächten.
Landeshauptmann Pühringer sagte, dass die Einsatzorganisationen in Oberösterreich über moderne Kommunikationsmittel verfügen, sodass ein unmittelbarer Handlungsbedarf nicht bestehe. Fest stehe aber auch, dass die Zukunft dem digitalen Funknetz gehöre, weshalb das Land Oberösterreich heute die Grundsatzvereinbarung zur Einführung dieses Systems unterzeichne. Ein Ernstfall stelle besondere Belastungen für die Kräfte dar. Die Bedienung des Kommunikationsmittels müsse daher zur Routine gehören, betonte Generalmajor Ing. Peter Skorsch vom BM.I. Eine zweite Kommunikationsschiene, die nur im Katastrophenfall verwendet werde, sei daher nicht zweckmäßig. Mit den neuen digitalen und abhörsicheren Geräten können die Beamten vor Ort direkt mit Rettung und Feuerwehr Kontakt aufnehmen. Auch sei eine Anbindung an das Handynetz möglich. Bundesministerin Prokop freute sich, dass durch diese Vertragsunterzeichnung bereits knapp 80% des Bundesgebietes durch das neue Behördenfunksystem abgedeckt werden. Sie betonte, dass nach der Herstellung der notwendigen Infrastruktur und Anschaffung der Geräte für die Einsatzorganisationen keine weiteren Kosten wie Grund- oder Gesprächsgebühren anfallen.
