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Schweiz: Zwei Großbrände verursachen Sachschaden in Millionenhöhe

Schweiz: Am frühen Dienstagmorgen, 31. Oktober 2006, ist bei zwei Großbränden in der Schweiz ein Sachschaden in Millionenhöhe entstanden. In Lutzenberg wurde eine Zwirnerei zerstört, im Berner Seeland brannte eine Fabrikhalle vollständig aus. Personen wurden keine verletzt.

Bei einem Brand in einer Zwirnerei in Lutzenberg im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist am Dienstagmorgen ein erheblicher Sachschaden entstanden. Schichtarbeiter versuchten vergeblich, das Feuer zu löschen. Die Fabrikationshalle brannte vollständig nieder. Laut Polizeiangaben vom Mittwoch entdeckten drei Schichtarbeiter kurz nach halb drei Uhr morgens, dass eine überhitzte Maschine in Brand geraten war. Den Angestellten gelang es, den Strom im Gebäude abzuschalten, ehe sie aus der Halle flüchteten. Der Brand verbreitete sich explosionsartig. Beim Eintreffen der Feuerwehren stand die Fabrikationshalle bereits in Vollbrand. Im dichtbesiedelten Gebiet versuchten die Feuerwehren als erstes, die Umgebung vor den Flammen zu schützen. Die Fabrikationshalle konnte nicht gerettet werden. Der oberste Teil und die Büros brannten vollständig aus, der untere Teil stand nach den Löscharbeiten unter Wasser. Die Polizei beziffert den Schaden nach einer ersten Einschätzung auf mehrere Millionen Franken. Als Brandursache geht die Polizei von einem technischen Defekt an einer Maschine aus.

Fabrikhalle brennt im Berner Seeland: Ebenfalls am frühen Dienstagmorgen verursachte der Brand einer großen Fabrikhalle in Kappelen im Berner Seeland einen Sachschaden von mehreren Millionen Franken. Personen wurden nicht verletzt. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Aus zwei Nebengebäuden mussten fünf Personen evakuiert werden. In den Fabrikhallen, die vollständig ausbrannten, waren zwei Schreinereien und ein Küchenbaubetrieb untergebracht. Ein Nachbar alarmierte die Feuerwehr kurz nach halb fünf Uhr morgens. Der Mittelteil der etwa 60 Meter langen Halle stand zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand. Beim Eintreffen der Feuerwehren von Kappelen, Lyss, Aarberg und Worben hatte das Feuer bereits auf ein angrenzendes leerstehendes Spänesilo übergegriffen.
Kurze Zeit später stand zudem eine angebaute Liegenschaft in Brand. In der darin untergebrachten Wohnung und einem Geschäftsraum entstand erheblicher Sachschaden, wie es in einer Mitteilung des zuständigen Untersuchungsrichteramtes und der Kantonspolizei Bern vom Dienstag heißt.

Neue Züricher Zeitung

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