Ktn: Millionen-Großfeuer bei der Zimmerei Hubmann in Gitschtal
Gitschtal (Ktn): Gegen 22:00 Uhr wurden am Mittwoch, dem 13. Dezember 2006, die Feuerwehren der Gemeinde Gitschtal von der LAWZ zu einem Brandeinsatz alarmiert.
„Brandeinsatz Zimmerei Hubmann in Weißbriach“ war die Einsatzmeldung der LAWZ für die alarmierten Wehren Weißbriach, St. Lorenzen, Lassendorf und Jadersdorf. Bei Eintreffen der ersten Wehr stand die Halle der Firma Hubmann bereits in Vollbrand, wodurch sofort Alarmstufe 3 ausgelöst wurde.

In weiterer Folge wurden alle verfügbaren Wehren des Abschnittes Unteres Gailtal, sowie die Feuerwehren Weißensee, Greifenburg und Bruggen aus dem Nachbarbezirk Spittal alarmiert. Weitere Unterstützung kam von der FF Arnoldstein, die mit einer zweiten Drehleiter und einem weiteren Tanklöschfahrzeug zur Einsatzstelle anrückte.

Zirka 250 Feuerwehrmänner von 20 Wehren kämpften gegen die Flammen an, um die benachbarte Tischlerei, sowie den angrenzenden Wald vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Nach der Erstversorgung der Tanklöschfahrzeuge durch Hydranten konnte vom nahe liegenden Bach die Wasserversorgung der Tanklöschfahrzeuge sichergestellt werden. Neben der Brandbekämpfung, die über mehrere Einsatzabschnitte bewältigt wurde, musste noch das angebaute Gasflaschenlager, sowie ein Dieseltank gekühlt werden um ein explodieren zu verhindern.

Der örtlich zuständige Einsatzleiter OBI Johann Hörbinger wurde unterstützt von BFK Ing. Rudolf Robin, AFK Erich Hofer, dessen Stellvertreter HBI Herbert Zimmermann sowie weiteren Mitgliedern des Bezirkseinsatzstabes. Verantwortlich für den ATS-Sammelplatz war Abschnittsbeauftrager BI Gerd Beneke.
Trotz größtem Einsatz aller Kräfte wurde das ca. 4.000 m² große Betriebsgebäude, in dem auch Teile für Fertighäuser produziert wurden, vollkommen vernichtet. Personen wurden keine verletzt!

Gegen 1:00 Uhr konnten die ersten Wehren wieder in ihre Rüsthäuser einrücken. Am Einsatzort verblieben die Wehren der Gemeinde Gitschtal sowie die FF Hermagor und führten bis in den Morgen die Nachlöscharbeiten durch.
Im Einsatz standen:
20 Feuerwehren mit ca. 250 Mann (FF Weißbriach, St. Lorenzen, Jadersdorf, Lassendorf, Hermagor, Rattendorf, Möschach, Kühweg, Mitschig, Radnig, Egg, Möderndorf, Watschig, Tröpolach, St.Stefan/Gail, Köstendorf, Weißensee, Greifenburg, Bruggen, Arnoldstein) mit 8 Tanklöschfahrzeugen, 16 Löschfahrzeuge, 1 GSF, 2 Drehleitern, 12 ATS-Trupps
BFK Ing. Rudolf Robin, AFK Erich Hofer, GFK Johann Hörbinger, Bürgermeister Günter Sattlegger, Exekutive, Rotes Kreuz, Kelag.

ORF-BERICHT:
Großalarm gab es in der Nacht zum Donnerstag, dem 14. Dezember 2006, für die Feuerwehren im Bezirk Hermagor. Die Produktionshalle einer Holzleimbaufirma wurde durch einen Brand zerstört, der Schaden beträgt mehr als fünf Millionen Euro.
Es ist ein schwerer Schlag für die Firma Hubmann in Weißbriach, die unter anderem Fertighäuser produziert und volle Auftragsbücher hat. Die Produktionshalle und die Büroräume sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Ob es Ausweichmöglichkeiten gibt, ist noch nicht bekannt. Wie Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Robin sagte, stand die Produktionshalle beim Eintreffen der Feuerwehren kurz vor 22.00 Uhr bereits im Vollbrand. „Wir mussten den Großbrand in Abschnitten bekämpfen. Die Explosion eines Lacklagers, etlicher Gasflaschen und eines Tanks mit 5.000 Liter Heizöl konnte verhindert werden“, so Robin.

Gegen Mitternacht konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Die Produktionsanlagen wurden praktisch vollständig vernichtet. 26 Feuerwehren aus den Bezirken Hermagor, Villach und Spittal standen mit 250 Mann im Einsatz. „4.000 Quadratmeter Betriebsfläche sind den Flammen zum Opfer gefallen. Von diesem Bereich konnte nichts mehr gerettet werden. Die umliegenden Gebäude, eine angrenzende Tischlerei und das Wohnhaus konnten geschützt werden“, sagte der Feuerwehrkommandant.

Der Schaden wird mit über fünf Millionen Euro beziffert. Die Brandursache steht noch nicht fest. Verletzt wurde niemand. Der ursprünglich im Ortsbereich angesiedelte Betrieb war schon einmal durch einen Brand vernichtet worden. Damals wurde der Betrieb im Gewerbegebiet außerhalb des Ortskerns neu aufgebaut.
Bezirks-Feuerwehrkommando Hermagor
ORF Kärnten

