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Nö: Feuerwehr bekommt Chemie-Koffer

Niederösterreich: Ein Chemie-Untersuchungskoffer soll der Feuerwehr künftig helfen, bei Einsätzen mit chemischen Stoffen die Gefahr besser einschätzen zu können. Vorerst wurden drei dieser Geräte angeschafft.

Sie saugen Luft an und untersuchen sie. Bereits nach wenigen Sekunden bis Minuten wissen die Einsatzkräfte mit Sicherheit, ob und wenn ja welche chemischen Substanzen vorhanden sind. Die Chemie-Koffer sollen zum Beispiel bei Bränden in Chemiewerken oder bei Unfällen mit Gefahrenguttransporten zum Einsatz kommen. Dadurch können die Feuerwehrleute im Ernstfall nicht nur sich selbst besser schützen, sondern auch die Bevölkerung warnen, sagt Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta.

40.000 Euro kosten diese Geräte, angeschafft wurden insgesamt drei für Niederösterreich, sagt Katastrophenschutzlandesrat Josef Plank (ÖVP): „Es ist ein wichtiger technologischer Schritt dahinter, dass es Geräte gibt, die so schnell feststellen können, welche Stoffe vorliegen und vor allem: sind sie gefährlich in der Konzentration, wie wir sie dann vorfinden.“

Die Feuerwehrleute erhoffen sich davon künftig eine schnellere und sichere Gewissheit, ob am Brandort für sie Lebensgefahr besteht – und wie sie darauf am besten reagieren sollen.

ORF Niederösterreich

APA-OTS-Aussendung:
„Riechen und spüren, wo es gefährlich ist“, heißt nun das neue Motto der NÖ Feuerwehren, so Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta. „Mit dem Gefahrgutdatenarray 2 steht unseren Spezialisten des Schadstoffberatungsdienstes nun das weltweit modernste Gerät zur schnellen Erkennung von industriellen Gefahrstoffen und Kampfstoffen zur Verfügung, erklärt der Chef der NÖ Feuerwehren. Das Gefahrgutdatenarray 2 (GDA2) ist eine Entwicklung der Technischen Universität Harburg in Deutschland. Speziell für den Einsatzdienst vor Ort konzipiert kann die elektronische „Supernase“ innerhalb kürzester Zeit sämtliche industrielle Gefahrstoffe und Kampfstoffe erkennen. Das Land NÖ und der Niederösterreichische Landesfeuerwehrverband haben nun drei dieser hochwertigen Messgeräte angekauft. Stationiert bei den Feuerwehren St. Pölten-Stadt und Mödling sind zwei dieser Spezialmessgeräte bereits im Einsatz. Verwendet werden die „Spürnasen“ von den Spezialisten des Schadstoffberatungsdienstes der Feuerwehr und den Chemikern des Landes NÖ, die rund um die Uhr über die Landeswarnzentrale erreichbar sind.

Ein drittes Gerät wird im neuen Kompetenzzentrum für Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz in Tulln stationiert werden. Hier sollen die gemeinsamen Schulungen der Gefahrstoffexperten der Feuerwehr, des Landes und der Polizei für einen optimalen Einsatz dieser Geräte in Niederösterreich sorgen. Ein Gefahrgutdatenarray 2 zum Schutze der Bevölkerung und Umwelt kostet etwa 40.000,- Euro. Das Gerät sieht aus wie ein kleiner Tischstaubsauger, der in der Hand gehalten wird. Es saugt Umluft an und lässt diese über fünf unterschiedliche Sensoren gleiten, sodass sehr viele Stoffe eindeutig erkannt werden.

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