Nö: Eindrucksvolle Jahresbilanz 2006 der FF Gänserndorf
Gänserndorf (Nö): Die Frauen und Männer der Feuerwehr Gänserndorf haben 2006 mehr als 45.000 Stunden für die Sicherheit der Stadt geleistet. Dank des freiwilligen, aber professionellen Einsatzes konnten viele Sachwerte geschützt und sogar Menschenleben gerettet werden.
„Im abgelaufenen Einsatz- und Übungsjahr wurden von den 80 aktiven Mitgliedern der Stadtfeuerwehr insgesamt mehr als 45.000 Stunden für die Sicherheit der Gänserndorfer Bevölkerung geleistet. All diese Leistungen werden ausschließlich von freiwilligen Mitarbeitern unentgeltlich erbracht“, bilanziert Kommandant Brandrat Heinrich Koller.
Das bisher einsatzreichste Jahr in der Geschichte der Stadtfeuerwehr begann bereits im Jänner sehr turbulent mit mehreren Einsätzen. Dies war aber erst der Anfang, denn Ende März sollte sich eine Katastrophe abspielen, deren Ausmaß bisher unvorstellbar erschien. Während des Marchhochwassers haben die Feuerwehren des Bezirkes, sowie überörtliche Katastrophenhilfseinheiten unvorstellbares geleistet.
Im Zeitraum von Ende März bis Ende April kam es zu einem Dauereinsatz der Einsatzgruppen der Feuerwehr Gänserndorf. Die Frauen und Männer standen in den jeweiligen Katastrophengebieten, sowie auch bei der Rund um die Uhr Besetzung des Bezirksführungsstabes, durchgehend im Einsatz.
470 Einsätze insgesamt
Insgesamt war die Feuerwehr der Stadt Gänserndorf im Jahr 2006 nicht weniger als 470 Mal im Einsatz. Die Vielfalt der Einsatztätigkeit unserer Wehr hat sich 2006 bestätigt und ist vergleichbar mit den Vorjahren.
Über 7.300 Einsatzstunden!
In Summe standen die Frauen und Männer der Stadtfeuerwehr bei den 470 Eisätzen über einen Zeitraum von mehr als 7.300 Stunden im Einsatz. Das ist mehr als die siebenfache Einsatzzeit von 2005.
Deutlich erkennbar ist die klare Dominanz der KHD (Katastrophenhilfsdienst) Einsätze, welche auf den Katastropheneinsatz an der March, den Einsatz beim Schneechaos in St. Aegyd und den Mülldeponiebrand in Stockerau zurückzuführen ist. An zweiter Stelle liegt der technische Einsatzbereich, der wie jedes Jahr einen Großteil der Einsätze ausmacht.
Bei 25 Einsätzen wurden Menschenleben gerettet
„Jede Minute zählt“ – bei 25 Einsätzen konnten Menschenleben gerettet werden. Die zum Teil schwer verletzten und in Notlage befindlichen Personen wurden, dem meist bereits anwesenden Rettungsdienst übergeben und wie schon 2005 wurde auch der FMD (Feuerwehr Medizinische Dienst) im abgelaufenen Jahr bei zahlreichen Einsätzen gefordert. Aber auch 2006 kamen leider einige Male alle Bemühungen zu spät. Hier konnte von der Feuerwehr nur noch die Leichenbergung durchgeführt werden.
38 Brandeinsätze
Im Einsatzjahr 2006 kam es zum Glück zu keinen spektakulären Großbränden wie in den vergangenen Jahren! Trotzdem konnte, wie schon in der Vergangenheit, durch den guten Ausbildungsstand und die schnellen Ausrückzeiten große Sachschäden verhindert werden.
7 Schadstoffeinsätze
Obwohl die Anzahl der Schadstoffeinsätze „nur“ 3 % des Einsatzaufkommens ausmachen, sind sie immer eine Herausforderung für die Einsatzkräfte! Wir sind froh, dass auch heuer, die sich immer wieder schwierig gestaltenden Einsätze sicher bewältigt werden konnten.
2006 wurde auch ein neues Einsatzkonzept umgesetzt.
Der Fuhrpark der Feuerwehr wurde im Jahr 2006 ordentlich modernisiert. Ein neues Kleinlöschfahrzeug Wasser – KLFW – sowie ein Rüstlöschfahrzeug – RLFA 2000/400 ergänzen den Gänserndorfer Fuhrpark. Diese Neuanschaffungen ermöglichen nun eine Umsetzung eines modifizierten Einsatzkonzeptes.
Verparkte Zufahrten, trotz Halteverbot abgestellte Fahrzeuge, enge für schwere Fahrzeuge mit Hindernissen übersäte Wohnstraßen, sowie das ausgedehnte Einsatzgebiet der Feuerwehr Gänserndorf erforderte ein Umdenken in der Einsatz-taktik.
„So rasch wie möglich mit den richtigen Einsatzmittel der Bevölkerung zu Hilfe kommen“ das war der oberste Grundsatz, welchen sich das Gänserndorfer Feuerwehrkommando bei der Fuhrparkplanung auferlegte.
Bezirk und Stadtfeuerwehr haben gewählt
2006 wurden auch die Weichen für die Zukunft der Feuerwehrführung gestellt.
BR Heinrich Koller wurde bei der Wahl erneut das Vertrauen ausgesprochen und er wurde in seiner Funktion als Kommandant der Stadtfeuerwehr bestätigt. Mit OBI Robert Fischer wählte die Mitgliederversammlung der Stadtfeuerwehr einen neuen 1. Kommandantstellvertreter. Er löst somit EOBI Ebner nach langjähriger verdienstvoller Tätigkeit ab.
Die nicht minder spannende Wahl zum Bezirksfeuerwehrkommandanten konnte OBR Georg Schicker für sich entscheiden. Ihm zur Seite wurde unser Kommandant BR Koller als Stellvertreter gewählt.
Gänserndorf nutzt die Möglichkeit einer breiten Führungsspitze und verstärkte das Kommando mit einem 2. Kommandantstellvertreter. Dieser wurde OBI Christian Koller.
Weitere Informationen zum Einsatz- und Übungsjahr 2006 entnehmen Sie bitte dem detaillierten Jahresrückblick 06, der zum Download auf unserer Homepage unter http://www.ffgf.at zur Verfügung steht.
