Oö: Rettungs- und Bergesprengen in Taufkirchen
Taufkirchen (Oö): Am Samstag, dem 17. Februar 2007, konnte der Sprengtrupp des Bezirks Schärding eine Sprengweiterbildung durchführen. Als Übungsobjekt stand die Volk- und Hauptschule Taufkirchen zur Verfügung.
Die Schule wird ab Anfang März abgerissen und an gleicher Stelle neu erbaut werden. Ziel der Übung waren sogenannte „Rettungs- und Bergesprengungen“. Bei dieser Sprengtechnik geht es um die Bergung von eingeschlossenen Personen aus einer Notlage. Mit Hilfe einer geringen Menge Sprengmittel wird versucht, das Mauerwerk zu erschüttern und somit eine Fluchtmöglichkeit zu schaffen.

Gerade in diesem Bereich kommt es auf höchste Präzision an, um das Leben der Eingeschlossenen nicht zu gefährden. Die ersten beiden Sprengungen wurden im 2. Stock des Schulgebäudes durchgeführt. Im ersten Versuch wurde die Mauer mit 5 x 75 g Austrogel geschwächt. Im zweiten Versuch wurde zwar die gleiche Menge Sprengmittel verwendet, die einzelnen Ladungen wurden jedoch mit einer sogenannten „Detonex“ gezündet, was die Brisanz der Ladung deutlich erhöhte.
Im Einsatzfall wäre von dieser Variant abzuraten, da im Versuch das Mauerwerk nicht nur geschwächt, sondern auch durchschlagen wurde. Anschließend wurde der Schauplatz gewechselt. Die dritte Sprengung fand im Keller des Schulgebäudes statt, wo man die Ladungen für ’stark armiertes‘ Mauerwerk berechnete.

Entgegen den Erwartungen, konnten jedoch auch 1,5 kg Sprengmittel die Stahlbetonwand nicht ausreichend schwächen – im Gegensatz zu den Türen im Kellerbereich. An dieser Sprengweiterbildung nahmen die Kameraden des Stützpunkts Hub, sowie die Sprengbefugten aus dem Landkreis Deggendorf teil. Ein großer Dank geht an die Schulverwaltung und natürlich an die Feuerwehr Taufkirchen, allen voran Kommandant Steinmann, die es uns ermöglicht haben, die Übung durchzuführen.
