Deutschland: Schlangenlinien-Patrouille: Alkoholkontrolle für die Feuerwehr
Arnsfeld (Deutschland): Da blieb der Feuerwehr die Puste weg: Als die freiwilligen Kameraden der Feuerwehr Arnsfeld zu Pfingsten nach einem heftigen Gewitterguss die Kanalisation reinigen wollten, wurden sie von der Polizei gestoppt: Sie mussten zur Alkoholkontrolle antreten.
Die freiwillige Feuerwehr hatte unter Hochdruck gearbeitet: Strömender Regen hatte sich über die Erzgebirgsgemeinde ergossen. Kellerräume mussten vor der Flut geschützt werden.
Dann hatten die Kameraden alles im Griff, wollten nur noch die Kanalisation reinigen. „Die Gullydeckel sind versetzt angeordnet“, sagt Wehrleiter Frieder Wolf (51), „und so sind wir im Bogen um sie herumgefahren.“ Schlangenlinien, die die Polizei missdeutete. Die Beamten sollten eigentlich für den Feuerwehreinsatz die Straße sperren. Doch sie stoppten die Kameraden und verdonnerten Fahrer Dietmar Frey (57) zur Alkoholkontrolle. „Wir versicherten, dass Frey nüchtern ist“, schimpft der Wehrleiter. Als Antwort wurde der Fahrer auch noch beschimpft. „Ein Polizist sagte, Freys Augen würden aussehen, als hätte er eine Woche an der Pulle gehangen“, so Wolf. Ein Affront gegen den versierten Fahrer, der mehr als 30 Jahre Feuerwehr-Dienst aufweisen kann. Es half nichts. Frey musste pusten. Ergebnis: 0,0 Promille. „Kommentar der Polizisten: Wir sollten es sportlich nehmen“, sagt Wolf. Polizeisprecher Frank Fischer (51): „Wir werden den Vorfall prüfen.“
