TFA 2007: Herbert Krenn mit neuer Rekordzeit den Europatitel geholt
Österreich/Deutschland: Oberlöschmeister Herbert Krenn der FF Heiligenkreuz am Waasen holte sich am 9. Juni 2007 den Europameistertitel der härtesten Feuerwehrmänner und konnte somit seinen Titel vom Vorjahr erfolgreich verteidigen.
Über 200 Wettkämpfer kamen am 8. u. 9. Juni 2007 nach Mönchengladbach / Deutschland, um den „Toughest Firefighter Alive from Europe“ – also den härtesten Feuerwehrmann von Europa – zu küren. Auch 7 österreichische Feuerwehrmänner gingen an den Start.
So auch Herbert Krenn, der nach seinen Sieg bei der Europameisterschaft im Vorjahr und den Weltmeistertitel heuer in Adelaide/ Australien wohl als Topfavorit nach Deutschland geflogen ist. „Ich habe hart für diesen Wettkampf trainiert und hatte natürlich die Titelverteidigung im Visier aber einen Sieg kann man nicht so einfach planen“, so der Wettkämpfer. Am Samstag kurz vor 12 Uhr war es dann soweit: Herbert Krenn ging an den Start, je 2 mal 80 Meter Schläuche mussten ausgezogen und zwei 20 Meter Schläuche eingerollt werden.

Die Marschrichtung stimmte mit einer Traumzeit von 1:14 Minuten war der Grundstein für die erfolgreiche Titelverteidigung gelegt. Mit einem Zeitpolster von 6 Sekunden nach der ersten Station gab der Heiligenkreuzer bei den nächsten Stationen die Führung nicht mehr aus der Hand. Mit einer neuen europäischen Rekordzeit von 5:47 Minuten verwies er den Zweitplazierten Joachim Posanz (Berufsfeuerwehr Göttingen/ Deutschland) um 10 Sekunden.
„Es ist schon ein tolles Gefühl, es doch wieder geschafft zu haben, denn die Zweifel waren schon da, ob es klug war, nach dem Weltmeistertitel weiter zu machen. Denn man kann ja nach so einen großen Erfolg eigentlich nur mehr verlieren“, so der frischgebackene Europameister.

Wieder zu Hause denkt der unermüdliche Feuerwehrmann wieder an das nächste Ziel, nämlich die Titelverteidigung der Staatsmeisterschaft am 18. August in Burgenland.
Ergebnis:
1. Herbert Krenn – FF Heiligenkreuz am Waasen – 5:47 min
2. Joachim Posanz – BF Göttingen – 5:57 min
3. Alexander Meyer – BF Göttingen – 6:06 min
weitere Platzierungen der Österreicher:
5. Willi Schantl – FF Grossklein – 6:09 min
9. Thomas Krenn – FF Heiligenkreuz am Waasen – 6:39 min
24. Alois Schantl – FF Weitersfeld an der Mur – 7:13 min
27. Andreas Gaßner – FF Dornberg-Geigelberg – 7:19 min
Vorabinfo vom 6. Juni 2007:

Der Oberlöschmeister Herbert Krenn von der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenkreuz am Waasen wird nach seinen Titel des Europameisters im vorigem Jahr und der Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft heuer in Adelaide / Australien sicherlich als Top-Favorit gehandelt, aber bei einen Starterfeld von über 210 Teilnehmern zumeist aus Berufsfeuerwehrleuten ist die Titelverteidigung sicherlich etwas anders als leicht.
„Ich hoffe ich kann am Samstag, 9. Juni 2007, auch alles abrufen was ich drauf habe, denn dann ist sicherlich ein Platz im Spitzenfeld drin. Die Konkurrenz ist sicher wieder sehr stark“, so Herbert Krenn. Durch hohe Starterzahl werden auch wieder zwei und zwei Wettkämpfer im Parallelstart ins Rennen geschickt.
Zum ersten Mal geht auch der 19-jährige Löschmeister Thomas Krenn der Neffe von Herbert Krenn an den Start. „Ich habe seit Anfang des Jahres mit Herbert mittrainiert und komme schon recht gut mit den Anforderungen der einzelnen Stationen zurecht. Für eine gute Platzierung bei so einem harten Event braucht man auch eine gute Tagesverfassung“, meint der Newcomer.
Sieben Österreicher werden sich den harten Anforderungen stellen. Mit Alois Schantl, FF Weitersfeld und Willi Schantl FF Großklein (nicht miteinander verwandt) gehen weiterst zwei starke steirische Wettkämpfer an den Start.
In Mönchengladbach / Deutschland findet am 8. u. 9. Juni 2007 wieder die TFA- Europameisterschaft statt.
Diese 4 Stationen sind mit Helm Schutzjacke sowie mit der Atemschutzflasche zu bewältigen.
1. Damit keine Verschiebungen des Zeitplanes erfolgen, haben sich die Teilnehmer spätestens eine Stunde vor ihrem Start im Wettkampfbüro zu melden.
2. Als Wettkampfbekleidung reichen: Sportschuhe, Sporthose (kurz), Einsatzjacke und Helm. Die Pressluftatmer werden vom Ausrichter gestellt.
3. Station 1: Die Schläuche müssen bis zu den Markierungen ausgezogen werden (2 x 80m). Schafft man es nicht, beide Schläuche zusammen bis zur Markierung auszuziehen, so ist es erlaubt, sie nacheinander auszuziehen. Zwei 20m Schläuche müssen einfach gerollt werden. Die Schläuche sollen „sauber“ aufgerollt werden – hier trifft die Entscheidung der zuständige Kampfrichter. Die Schläuche sind anschließend an einem markierten Punkt abzulegen (je nach Ermessen des Teilnehmers nacheinander oder zusammen).
4. Station 2: Es sind 100 Anschläge an der Hammerbox zu leisten. Die Gewichte (20 kg) beim Röhrenlauf dürfen nicht geworfen werden. Das 90 Kg Schultergewicht ist über eine Strecke von 100m zu tragen. Anschließend muss eine 3m hohe Eskaladierwand überwunden werden. Die Zeit wird gestoppt beim Sprung auf die Matte.
5. Station 3: Zweiteilige Steckleiter tragen und an ein Objekt anstellen, 2 Gewichte a 20 kg ins 2. OG tragen. Dort werden zwei zusammen eingebundene B-Schläuche hochgezogen. Diese müssen über die Brüstung gezogen und auf dem Boden abgelegt werden. Danach werden die beiden Gewichte zu je 20 Kg wieder aufgenommen und heruntergetragen. Anschließend wird noch ein Mundstück auf einen Strahlrohr aufgeschraubt. Die Zeitnahme erfolgt bei Durchlaufen des Ziels.
6. Station 4: Es müssen 15 Stockwerke hoch gelaufen werden.
