Oö: Über 860 Zillenbesatzungen am Oö. Landes-Wasserwehrleistungsbewerb 2007

Ottensheim (Oö): Ottensheim im Bezirk Urfahr-Umgebung war am 15. und 16. Juni 2007 das Mekka der Zillenfahrer der oberösterreichischen Feuerwehren. Feuerwehrleute aus Oberösterreich, aber auch aus den benachbarten Bundesländern, traten an, …
… um sich dem Kräfte raubenden Bewerb um eines der begehrten Abzeichen in Bronze und Silber zu stellen. Jeweils zwei Mann stechen und rudern bei diesem „Kräftemessen“ auf der Strecke in Bronze und Silber einen vorgegebenen Parcours ab, um diesen möglichst rasch und fehlerfrei zu passieren. Die Kräftigsten unter ihnen stellten sich auch der Klasse „Einer“, wo die Zille lediglich von einem Mann alleine gesteuert wird.

Die Zille stellt auch in der motorisierten Zeit von heute immer noch das wichtigste Hilfsmittel für den Hochwassereinsatz dar, da sie am flexibelsten eingesetzt werden kann. Die überaus praxisnahe Wasserwehrleistungsbewerb ist ein wesentlicher Motivationsfaktor dafür, dass sich auch heute noch viele Feuerwehrleute bereit erklären, die Ausbildung an diesem simplen Wasserfahrzeug zu absolvieren. Sonst würde sich gerade die jüngere Generation mit diesem „uncoolen“ Einsatzmittel beschäftigen. Gerade dieser Bewerb stellt aber sicher, dass es auch für das nächste Hochwasser noch genügend Personal gibt, dass dieses Wasserfahrzeug auch beherrscht. Gerade bei Strömungen ist es wichtig, die entsprechenden Kenntnisse zu haben.

Rekordanmeldungen: Die zentrale Lage von Ottensheim sorgte auch für eine Rekordzahl an Anmeldungen für den Leistungsbewerb. 400 Anmeldungen in der Klasse Bronze und jeweils 320 in den Kategorien Silber und Einer stellen in Oberösterreich einen absoluten Rekord an Teilnehmern dar!
„Dieser Wettkampf ist absolut top!“, so ein Feuerwehrmann. „Aber es geht wahnsinnig an die Kräftesubstanz. Vor allem nach dem Rudern, das Kräfte raubender ist, als es vielleicht aussieht, nochmals stromaufwärts zu stechen, macht einen schon fertig“, so der Zillenfahrer weiter!

Feldkirchner Wasserspiele am Bewerbsende!
Mit sprichwörtlichen Feldkirchner Wasserspielen endete der diesjährige Landes-Wasserwehrleistungsbewerb, der am Abend des 16. geendet hat.
Von den knapp über 1.000 Besatzungen gingen effektiv 862 an den Start. Nun neun von ihnen fielen durch, weitere 80 Besatzungen wurden aufgrund verschiedener Fehler disqualifiziert.

Aufgrund der zahlreichen Wertungsklassen ist es schwierig bis nahezu unmöglich, einen Sieger zu nennen. Es hat sich aber eingebürgert, dass den Mannschaftswertungen die größte Bedeutung zukommt. Und beim Ergebnis der Mannschaftswertung wurde der Bewerb zu Feldkirchner Wasserspielen.
So erging Rang 1 an die Feuerwehr Mühldorf (Gemeinde Feldkirchen an der Donau), dicht gefolgt von einer weiteren Feuerwehr der gleichen Gemeinde, der FF Landshaag! Rang 3 ging an die FF Ach an der Salzach.

Letztere wird 2008 für die Austragung der nächsten Landes-Wasserwehrleistungsbewerbe verantwortlich sein. Dann warten auf die Zillenfahrer auf der Salzach vermutlich wieder auch etwas härtere Bedingungen, als es beim Donauwasser nun der Fall gewesen ist.
Landes-Feuerwehrreferent Dr. Josef Stockinger und Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber zeigten sich sehr erfreut, zu welchen Leistungen heute die Feuerwehren immer noch bereit sind. „Wasserwehr, Heuwehr, Feuerwehr, Sturmwehr, Ölwehr, Strahlenwehr und so weiter – die Feuerwehren sind heute universeller denn je. Und in allen Sparten ihres Wirkens zeigen sie, was sie können und was sie drauf haben, wenn’s drauf ankommt“, so die beiden im Tenor!

Alle Ergebnisse im Detail (mit allen Klassen) finden Sie hier auf der Webseite des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes.
Freiw. Feuerwehr Ottensheim (austragende Feuerwehr)
