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USA: 200 Wohnhäuser durch Waldbrand in Kalifornien vernichtet

Kalifornien (USA): Ein verheerender Waldbrand hat in Kalifornien mehr als 200 Wohnhäuser vernichtet. Die Wälder sind so trocken, dass ein Funke genügt, um einen Brand auszulösen.

Steifer Wind bewirkte am Mittwoch,dem 27. Juni 2007, dass sich die Flammen am Lake Tahoe östlich von San Francisco schneller ausbreiteten als erwartet. Auch eine von Einsatzkräften errichtete Feuerschneise konnte den Brand nicht stoppen. Rund 2000 Bewohner einer kleinen Siedlung ergriffen die Flucht. Das Feuer begann am Sonntag am Südende des Lake Tahoe. Bis Dienstagabend waren etwa zwölf Quadratkilometer Wald zerstört. Die Flammen breiteten sich so schnell aus, dass zwei Feuerwehrleute zeitweise eingeschlossen waren. Sie konnten gerettet werden. Einsatzkräfte entfernten am Mittwoch Büsche entlang der Route 89 südlich von South Lake Tahoe, um den Brand am Überqueren der Strasse zu hindern. In einer Siedlung standen Bewohner vor ihren verkohlten Häusern.

Große Trockenheit: Die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt. Die Wälder seien so ausgedorrt, dass eine weggeworfene Zigarettenkippe den Brand verursacht haben könnte, sagte eine Sprecherin der Forstverwaltung. In der Umgebung gebe es aber auch zahlreiche illegale Grillstätten. Experten erwarten, dass Kalifornien und anderen Gliedstaaten im Westen eine lange und gefährliche Waldbrand-Saison bevorsteht. Nach jahrzehntelangen Rodungen, Ausweitung von Siedlungen und Fehlern in der Forstwirtschaft sei die Umgebung des Lake Tahoe besonders gefährdet.

Überschwemmungen im Süden: Während der Westen der USA mit Waldbränden kämpfte, wurden Texas und Oklahoma von Überschwemmungen heimgesucht. Südlich von Dallas mussten etwa 50 Häuser evakuiert werden. Die Bewohner warteten zum Teil auf den Dächern auf ihre Rettung. In Oklahoma City regnete es seit dem 13. Juni jeden Tag.

Neue Züricher Zeitung

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