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Irland: Dramatische Rettungsaktion – 110 Kinder ins Meer gerissen

Irland: Dramatische Rettungsaktion vor Dublin am 5. Juli 2007: Bei einer Segelregatta für Kinder wurden die Boote vom schlechten Wetter überrascht, heftige Böen ließen etliche der 91 Boote kentern, über 100 Kinder wurden ins kalte Wasser gerissen.

Zunächst hatte es geheißen, 20 Kinder würden noch vermisst. Erst nach bangen Minuten konnte die Küstenwache Entwarnung geben: Alle 110 Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 15 Jahren wurden gerettet.

Die Kinder hatten an einer Juniorregatta vor der Ostküste Irlands bei Dublin teilgenommen, als viele der 91 Boote durch eine Böe nahe einem Hafen kenterten, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Das Unglück ereignete sich etwa einen Kilometer vor der Küste.

Große Rettungsaktion: Eine größere Rettungsaktion mit Booten und einem Hubschrauber war im Gange. Die meisten der jungen Wassersportler, alle im Alter zwischen zehn und 15 Jahren, erlitten einen Schock und Unterkühlungen. Die Kinder hätten Schwimmwesten getragen, berichtete RTE. Niemand war in Lebensgefahr. „Die meisten wurden wegen möglicher Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht“, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte der „Irish Times“. „Zum Glück wurde eine größere Tragödie verhindert“, sagte demnach die irische Staatspräsidentin Mary McAleese.

Chaotische Szenen: Nach Angaben der Rettungsdienste waren 32 Krankenwagen an der Unglücksstelle. Feuerwehr und Polizei eilten herbei. „Ambulanzen sind an der Küste und behandeln die Kinder, die ins Wasser gefallen und extrem unterkühlt sind“, sagte ein Sprecher der Küstenwache. Nach Angaben der „Irish Times“ hatten mehr als 200 Menschen von vier verschiedenen Segelclubs an der Juniorregatta teilgenommen.
Die Gegend rund um den Hafen wurde gesperrt. Es kam zu chaotischen Szenen, berichteten Augenzeugen. Auch ein Doppeldeckerbus soll nach Angaben der „Irish Times“ Verletzte ins Krankenhaus gebracht haben. „Es war beängstigend, und wir haben alle um Hilfe gerufen“, sagte Sian Kneafsey (12). Die Veranstaltung wurde vom Royal St. George Yacht Club organisiert.

Starker Wind: Ein Sprecher des Hafens in Dun Laoghaire sagte, das Wetter habe plötzlich umgeschlagen. Augenzeugen sagten, es habe eine Sturmwarnung gegeben, die aber niemand ernst genommen hatte. „Das Wetter war so ruhig, alle dachten, die Warnung sei übertrieben“, sagte eine junge Seglerin. Es sei an dem Nachmittag ein Wind mit 28 Knoten gegangen, so der Hafensprecher. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von bis zu 60 Kilometern pro Stunde. Der Hafen ist einer der größten des Landes. Von ihm legen viele Fähren nach Großbritannien ab.

Österreichischer Rundfunk

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