Oö: Tanker in Linz leck geschlagen

Linz (Oö): Kurz nach 17.00 Uhr des 9. Juli 2007 wurde die Berufsfeuerwehr Linz zu einem leckgeschlagenen Tankschiff im Be-reich der Hafeneinfahrt des Winterhafens alarmiert. Erste Erkundungen ergaben, dass das Tankschiff mit dem Namen „Ramsau“ eine Kaimauer im Bereich der Hafeneinfahrt gestreift hatte.
Dabei wurde ein insgesamt 108.000 Liter fassender, mit Diesel gefüllter, Tank an 2 Stellen beschädigt, sodass Dieselöl austreten konnte. Während nach vorliegendem Alarmplan sämtliche Stellen informiert und weitere Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Pichling, Raffelstetten, Asten und Ottensheim, welche sich stromabwärts befinden, mit ihren A-Booten (Arbeitsbooten) alarmiert wurden, begannen Einsatztaucher der Berufsfeuerwehr Linz damit, die beiden Risse im Schiffsrumpf abzudichten.

Im Bereich des leckgeschlagenen Schiffes wurden zeitgleich Ölsperren ausgebracht, um das bereits ausgetretene Öl anschließend absaugen zu können. Glücklicherweise befand sich das Schiff in einem Bereich der Winterhafen Ausfahrt, wo keine Strömung vorherrschte und dadurch nur sehr wenig Öl ins offene Wasser der Donau gelangen konnte. Lediglich ein dünner Ölfilm wurde um ca. 18.30 Uhr von patrouillierenden A-Booten im Bereich des Auslaufwerkes 147 in der Mitte der Donau festgestellt.

Von den stromabwärts alarmierten Feuerwehren (siehe oben im Text) wurde währenddessen im Bereich des Kraftwerkes Asten eine weitere Ölsperre ausgebracht. Um ca. 20.00 Uhr konnte damit begonnen werden das sich noch im leckgeschlagenen Tank befindliche Dieselöl in ein anderes Tankschiff umzupumpen. Zu diesem Zeitpunkt konnte auch kein weiteres auslaufendes Öl mehr festgestellt werden. Gegen 23.00 Uhr wurden die Absaugarbeiten im Bereich der Ölsperren beendet. Die Umpumparbeiten des Diesels aus den noch verbliebenen und unbeschädigten Kammern des Tankschiffes werden von der Schiffsbesatzung selbst durchgeführt und werden noch die ganze Nacht über andauern.

Am Dienstag, dem 10.07, wird das havarierte Schiff unter der Aufsicht der Feuerwehr in die angrenzende Werft geschleppt, wobei während dieser Aktion noch diverse Maßnahmen zur Hintanhalttung einer Umweltgefährdung zu treffen sind.
Info vom AFK Linz-Land: Im Bereich des Kraftwerkes Abwinden – Asten waren Einsatzkräfte aus den drei Bezirken Perg (Luftenberg, Mauthausen), Urfahr Umgebung (Steyregg) und Linz Land (Asten, Enns, Raffelstetten) eingesetzt.

