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England versinkt in den Fluten!

England: Hunderttausende Briten sind ohne Trinkwasser, die Luftwaffe startete mit Massenevakuierungen. Und am 24. Juli 2007 soll weiter regnen.

Die Lage in den Hochwassergebieten im Westen und Süden Englands bleibt angespannt. Rund 350.000 Haushalte mussten die Nacht zum Dienstag ohne Wasserversorgung auskommen, in etwa 50.000 Haushalten gab es auch keinen Strom. Besonders kritisch war die Lage in der Grafschaft Gloucestershire, wo Rettungsmannschaften Dämme um ein Elektrizitätswerk bauten, das etwa 500.000 Haushalte versorgt. Das Zentrum der Stadt Gloucester entging in der Nacht einer befürchteten Überflutung, als der Anstieg des Flusses Severn nur fünf Zentimeter unterhalb der fünf Meter hohen Flutschutzmauer stoppte.
In weiteren Städten entlang der Flüsse Themse und Severn wurden die Höchststände der Flut erst am Dienstag im Laufe des Tages erwartet. Auch zahlreiche Anrainer der Universitätsstadt Oxford nahe London wurden angewiesen, ihre Häuser zu verlassen. Die Überschwemmungen gelten als die schlimmsten seit 60 Jahren in England.

Massenevakuierungen: Die Umweltbehörde gab nach den heftigen Regenfällen vom Wochenende acht höchste Hochwasserwarnungen heraus. Die Lage sei „kritisch“. Besonders betroffen sind neben Gloucestershire die Regionen Herefordshire, Lincolnshire, Oxfordshire and Berkshire.
Am Montag, 23. Juli 2007, kam es bereits zu Massenevakuierungen, zahlreiche Menschen wurden mit Hubschraubern aus ihren Häusern gerettet. Anrainer mussten in Notunterkünften ausharren. Unternehmen spendeten Millionen Wasserflaschen. Die Behörden rechneten nicht damit, dass die Versorgung mit Trinkwasser in den kommenden Tagen wieder hergestellt werden kann.

Die Versicherer gehen von einem Schaden von umgerechnet rund drei Milliarden Euro aus. Premierminister Gordon Brown machte den Klimawandel für die Katastrophe verantwortlich. Er versprach die Hochwasserhilfe von 600 Millionen auf 800 Millionen Pfund (rund 1,2 Mrd. Euro) zu erhöhen. Es ist bereits die zweite große Flut, die Großbritannien in diesem Sommer heimsucht.

Die Luftwaffe sprach von ihrem größten Einsatz in Friedenszeiten. Soldaten und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Die Menschen fuhren mit Schlauchbooten auf den überfluteten Straßen, Feuerwehrwagen steckten im Wasser fest. Straßen wurden gesperrt und Zugverbindungen waren unterbrochen. Und Entwarnung ist nicht in Sicht: Für Mittwoch haben die Meteorologen erneut kräftigen Regen vorausgesagt.

Hitzewelle in Südeuropa: Ganz anders die Lage im Süden Europas: Italien erlebt derzeit einen der heißesten Sommer der vergangenen zwei Jahrhunderte. Auf Sizilien und in Kalabrien werden seit Tagen Temperaturen von über 45 Grad gemessen, weiter nördlich, in Catania und Bari, kletterte das Thermometer auf 40 Grad. Auch in Griechenland sagen die Meteorologen bis zum Ende der Woche Höchstwerte bis zu 45 Grad voraus. In Bulgarien stieg die Quecksilbersäule am Montag erneut auf Rekordtemperaturen um 43 Grad. In Rumänien starben allein in der vergangenen Woche 18 Menschen an den Folgen der extrem hohen Temperaturen.
In Italien und Griechenland kamen mehrere Flugzeugpiloten bei Löscheinsätzen gegen die Waldbrände ums Leben.

Kurier

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