Nö: Einheiten der 4. Katastrophenhilfsbereitschaft im Einsatz
Lilienfeld (Nö): Nach mehr als 48 Stunden Dauerregen in vielen Teilen Österreichs hat sich die Lage in Niederösterreich heute noch zugespitzt. Insgesamt sind seit Donnerstag, den 06. September über 1.000 Niederösterreichische Feuerwehrmitglieder aus über 100 Feuerwehren und drei Katastrophenhilfszügen im Hochwassereinsatz.
Der Landesführungsstab forderte am 07. September gegen 08:45 Uhr den Wasserzug der 04. Katastrophenhilfsbereitschaft des Bezirkes Gänserndorf für die Dauer von 12 Stunden für den Bezirk Lilienfeld, Gemeinde Schrambach an. Die Einsatzaufträge lauteten: „Herstellung von Sandsackverbauungen, Sicherungsmaßnahmen und durchführen von Objektschutzmaßnahmen“. Es folgte eine sofortige Alarmierung des VI. Zuges der 4. KHD Bereitschaft in einer Stärke von 8 Fahrzeugen und 41 Mitgliedern.
In diesem Zug sind auch zwei Mann der Stadtfeuerwehr mit einem Versorgungsfahrzeug und dem 150 kVA Notstromerzeuger mit 2 Hochleistungspumpen mit einer Fördermenge von 5000 l/min im Einsatz. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Schicker ist seit den Nachtstunden im Landesführungsstab in Tulln eingesetzt. Der Bezirksführungsstab der in der Feuerwehrzentrale Gänserndorf eingerichtet wurde, wird von BR Koller und VR Jobst koordiniert. Die laufende Beobachtung der Lage im eigenen Einsatzbereich ist gesichert, erste Verklausungen am Weidenbach wurden am Vormittag von der FF Weikendorf beseitigt, gegen Mittag wurde die Uferstrasse von der FF Orth/D gesperrt.
3.UPDATE
Die Hochwassersituation im Feuerwehrbezirk ist ausgestanden, die laufenden Einsätze konzentrieren sich aktuell auf das Traisental im Bereich Traismauer. Der Pegelstand der Traisen ist bis nach Herzogenburg fallend, danach gleichbleibend. Angesichts der entspannten Lage wurde der Bezirksführungsstab um 17:50 Uhr aufgelöst.
„Die von den Freiwilligen Feuerwehren ergriffenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt“, fasst Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner die vergangenen Stunden zusammen. Um 17:50 Uhr standen noch 21 Feuerwehren mit 200 Mitgliedern im Einsatz. Ein Camp am Badesee in Traismauer ist weiterhin im Zentrum des FF-Geschehens. Hier sind Hochleistungspumpen mit einer Förderleistung von 60.000 Litern pro Minute eingesetzt. Zusätzlich zum Gerät aus dem Feuerwehrbezirk St. Pölten wurde ein Hochleistungspumpen-Anhänger aus Horn angefordert. Das im Frühjahr angeschaffte und vom Land Niederösterreich finanzierte Gerät hat seine „Feuertaufe“ bestanden! Abseits des Badesees in Traismauer sind die Feuerwehren mit den letzten Aufräumungsarbeiten beschäftigt.
Situation um 18.00 Uhr:
-Laufende Kontrolle der Pegelstände und der getroffenen Maßnahmen.
-Mobiler Hochwasserschutz in St. Pölten-Wagram wurde abgebaut.
-Auspumparbeiten beim Badesee in Traismauer laufen vermutlich bis in die späten Abendstunden weiter.
-Bezirksführungsstab um 17:50 Uhr aufgelöst
In Spitzenzeiten waren 65 Freiwillige Feuerwehren mit 750 Mitgliedern und 90 Fahrzeugen im Einsatz.
