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Deutschland: Angespannte Hochwassersituation in Niedersachsen

Deutschland: Die Lage in den niedersächsischen Hochwassergebieten entlang des Flüsschens Innerste bleibt angespannt. Die Deiche seien aufgeweicht und an einigen Stellen gebrochen, sagte ein Sprecher des Krisenstabes im Landkreis Hildesheim am Montagvormittag, 1.10.2007.

Derzeit seien Experten der Wasserwirtschaft damit beschäftigt, sich einen Überblick über die kritische Lage zu verschaffen und weitere Massnahmen zu beraten. Allerdings scheine der Pegelstand etwas zurückzugehen.

Im Landkreis Hildesheim war am Sonntagnachmittag nach mehreren Deichbrüchen an der Innerste der Katastrophenfall ausgerufen worden. Der Einsatzstab des Landkreises hatte auch Evakuierungen von mehreren hundert Menschen im Ortsteil Hockeln der Stadt Bad Salzdetfurth nicht ausgeschlossen. Dies war aber am Montagmorgen noch nicht erforderlich. In einigen Orten blieben jedoch vorsorglich die Schulen geschlossen. Zudem mussten einige Bahnstrecken gesperrt werden.

Die Flutwelle kam aus der überfüllten Talsperre des Flüsschens im Harz, wo in den vergangenen Tagen so viel Regen niedergegangen war wie sonst in zwei Monaten nicht. Regenmassen hatten am Wochenende neben grossen Teilen Südniedersachsens auch Bereiche Nordhessens, Thüringens und Sachsen-Anhalts überflutet. Tausende Helfer von Feuerwehren und Rettungsdiensten waren im Einsatz, um Deiche zu sicher, überflutete Keller auszupumpen und Bahnstrecken abzusperren.

Neue Züricher Zeitung

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