Oö: Wenn zwei Luftfahrzeuge nicht kollidiert sind -> Einsatzübung in Hörsching
Hörsching (Oö): Schauplatz Flughafen. 17 Uhr des 2. Oktober 2007. Die Herkules C130 des Bundesheeres, 50 Mann in ihrem dicken Bauch, schwebt ein. Und trifft auf einen Passagierjet. Kollision. Knall. Feuerwerk.
Die Übungsannahme ist eine dramatische. Brennende Flugzeuge, Verletzte, Tote. Wovon die Beobachter aber erst einmal nichts sehen. Die Feuerwehr ist rasch zur Stelle. Dann aber gerät alles ein bisserl ins Stocken. „Wenn ich jetzt in dem Flieger sitz‘, bin ich eh schon tot“, kommentiert das ein Zuschauer trocken.
Aber: So einfach ist das nicht. Kabine verraucht, Atemschutz nötig, erklärt Flughafen-Direktor Gerhard Kunesch, der das Vorgehen auf der Piste genau verfolgt. Wie eine Abordnung von eigenen Beobachtern, die aus der Übung ihre Schlüsse für Verbesserungen ziehen.
Die Realität ist anders: Das Adrenalin fehlt aber sichtbar. „Wir haben seit Tagen gewusst, dass die Übung stattfindet. Da fehlt der Kick“, sagt einer der 140 Übungsteilnehmer. „In der Realität sieht es anders aus.“ Einer Realität, auf die jeder der Anwesenden verzichten kann, auf die man aber vorbereitet sein muss. Alle fünf Jahre wird das Worst-Case-Szenario geübt, um das Zusammenspiel der Einsatzorganisationen zu testen und zu verbessern.
