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Argentinien: Brand nach Gefängnis-Meuterei fordert mind. 29 Menschenleben

Argentinien: Bei einem während einer Meuterei ausgelösten Brand in einem argentinischen Gefängnis sind am Sonntag, dem 4. November 2007, mindestens 29 Häftlinge ums Leben gekommen. Mehrere Personen wurden verletzt.

Bei einem Feuer in einem argentinischen Gefängnis sind mindestens 29 Insassen ums Leben gekommen. Zehn weitere Häftlinge wurden wegen Rauchvergiftungen und anderen Verletzungen ins Spital eingeliefert, wie die Behörden am Montag mitteilten. Das Feuer in dem Hochsicherheitsgefängnis in der Provinz Santiago del Estero ist am späten Sonntagabend ausgebrochen. Der Justizminister der Provinz, Ricardo Daives, erklärte, es handle sich offenbar um Brandstiftung. Häftlinge hätten versucht, mit dem Feuer die Wachleute abzulenken.

Die Meuterer hätten zunächst einen Fluchtversuch unternommen, der vom Wachpersonal unterbunden worden sei, sagte der Justizminister weiter. Nach Angaben der Feuerwehr legten die Häftlinge daraufhin ein Feuer, von dem sie und ein Dutzend Wachleute eingeschlossen wurden. Matratzen und andere Gegenstände gerieten laut Daives schnell in Brand und verursachten dicken Rauch.

Niemandem sei die Flucht gelungen, teilte die Gefängnisverwaltung mit. Die Polizei ging mit Gummigeschossen gegen Verwandte von Häftlingen vor, die durch die Barrikaden stürmen wollten, um sich Einlass zu dem Gefängnis zu verschaffen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Telam berichtete. Im Gefängnis sind nach offiziellen Angaben 400 Häftlinge untergebracht, doch war nur einer von sieben Gebäudetrakten vom Brand betroffen.

Neue Züricher Zeitung

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