Schweiz: Kellerdecke stürzte ein -> 2 Tote auf Baustelle
Zofingen (Schweiz): Beim Einsturz einer Kellerdecke in einem Rohbau in StrengelbachAG bei Zofingen sind am Donnerstag, 6. Dezember 2007, zwei Bauarbeiter ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte konnten die Männer im Alter von 36 und 31 Jahren nur noch tot bergen.
Die Tiefgaragendecke aus Armierungseisen und Schalungsbrettern war beim Einfüllen des Flüssigbetons um 10 Uhr eingestürzt. Das Material begrub die beiden Arbeiter im Kellergeschoss des zukünftigen Mehrfamilienhauses unter sich. Bei den Getöteten handelt es sich um einen 31-jährigen Portugiesen und um einen 36-jährigen Schweizer, wie Bernhard Graser, Sprecher der Aargauer Kantonspolizei, auf auf Anfrage sagte. Beim Einsturz erlitten zwei weitere Bauarbeiter leichte Verletzungen und einen Schrecken. Einer der Arbeiter wurde ins Spital transportiert.
150 Tonnen Beton: Die Rettungskräfte mussten die beiden verschütteten Männer im Gewirr von Armierungseisen und Flüssigbeton vor der Bergung zuerst lokalisieren. Eine Stunde nach dem Einsturz wurde der erste, nach zwei Stunden der zweite Bauarbeiter tot geborgen. Bis zum Einsturz der Kellerdecke waren laut Graser rund 150 Tonnen oder 70 Kubikmeter Flüssigbeton ausgebracht worden. Der Beton wurde mit einem Kübel an einem Kran in die Deckenkonstruktion eingefüllt. Beim Einsturz hatten sich insgesamt vier Mitarbeiter unter der Konstruktion befunden.
Ermittlungen eingeleitet: Die Ursache des Einsturzes ist noch unbekannt. Das Bezirksamt Zofingen habe die Ermittlungen aufgenommen, sagte Graser. Die Arbeiten auf der Baustelle seien eingestellt worden. Damit der Flüssigbeton nicht hart werde, sei er am Nachmittag jedoch vom Kellerboden abgesaugt worden.
Im Einsatz standen laut Polizeiangaben 60 Rettungskräfte der Stützpunktfeuerwehr Zofingen und die Ortsfeuerwehr von Strengelbach Zwei Spezialisten der Berufsfeuerwehr Bern waren mit einem Helikopter der Rettungsflugwacht Rega eingeflogen worden.
Beigezogen wurden auch zwei Bergungsfachleute der Armee. Fünf Ambulanzen waren vor Ort. Ein Care-Team zur Betreuung der Angehörigen und der Belegschaft war an der Arbeit.
