Ktn: SPÖ fordert Rauchmelder für alle Wohnungen
Kärnten: Weihnachtszeit ist Hochsaison für die Feuerwehr: Jedes Jahr lösen Christbaumkerzen in Kärnten bis zu 20 große Brände aus. Die SPÖ nimmt das zum Anlass, dass Rauchmelder für alle Haushalte gesetzlich vorgeschrieben werden.
Feuerwehr und Zivilschutzverband fordern schon seit Jahren erfolglos, dass Rauchmelder vom Gesetzgeber für alle Haushalte vorgeschrieben werden. Jetzt macht sich die SPÖ stark dafür und will entsprechende Gesetzesänderungen durchsetzen.
Drei Tote gab es heuer durch Brände, zumindest einer hätte vermutlich durch einen Rauchmelder verhindert werden können, meinte der St. Veiter Bürgermeister Gerhard Mock. Ein 25-Jähriger war im Oktober 2007 in St. Veit im Schlaf an Rauchgasen erstickt. Mock: „Wir haben in Kärnten im zivilen Bereich 291 Brände gehabt, im Vorjahr sind drei Menschen an Rauchgasvergiftungen gestorben, der Schaden betrug acht Millionen Euro.“
Dringlichkeitsantrag im Landtag:In nur einem Jahr verdoppelte sich die Zahl der Wohnungsbrände in Kärnten. Die SPÖ fordert daher mit Dringlichkeitsantrag im Landtag eine Novelle der Kärntner Bauordnung ein, sagte Klubobmann Peter Kaiser: „Wir werden diesen Antrag in zwei Richtungen fokussieren. Einmal, dass wir bei Neubauten fordern, dass Warnmelder von Haus aus in die Elektroinstallationsarbeiten integriert werden. Genauso wichtig ist es, dass bei bestehenden Wohnbauten ein Nachrüstungsbereich da ist. Im vorgeschlagenen Zeitraum bis 2010 sollten alle Wohnungen nachgerüstet sein.“
„Nachrüstung bis 2010 möglich“: Für das Nachrüsten von Haushalten muss man 15 bis 20 Euro einkalkulieren, für elektronische Brandmelder bei Neubauten 230 Euro. Der schrille Ton des Brandmelders soll garantieren, dass die Gefahr rasch erkannt wird, etwa auch von Nachbarn der Betroffenen.
Der SPÖ-Antrag wurde jetzt dem Ausschuss zugewiesen. Kaiser rechnet mit breiter Zustimmung und mit einem einstimmigen Beschluss im Landtag. Danach kann die Kärntner Bauordnung novelliert werden. Bis es soweit ist, muss der Appell an die Vernunft der Kärntnerinnen und Kärntner reichen, sagten Mock und Kaiser.
