Brand

Deutschland: Zwei Großbrände in der Nacht des Jahreswechsels auf 2008

Deutschland: Erster Großeinsatz für die Feuerwehren im Landkreis Stade in 2008. Gegen 00:15 h brach am 1. Jänner 2008 aus bisher ungeklärter Ursache in Neuenkirchen in der Dorfstraße bei einem dortigem Reetdachhaus ein Feuer aus.

Ein Nachbar hatte von gegenüber den Brand auf dem Dach des auf dem Lühedeich gelegenen Hauses Hauses bemerkt und dann sofort die Feuerwehr alarmiert. Zusammen mit den schnell eintreffenden ersten Feuerwehrleuten aus Neuenkirchen wurde die Haustür aufgebrochen und das Haus unter schwerem Atemschutz nach den Bewohnern abgesucht. Die 41-jährige Mieterin und ihr 43-jähriger Mitbewohner waren aber nicht zu Hause, sie hatten das Haus bereits gegen 18:00 h verlassen, um in Buxtehude Silvester zu feiern.

Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehren aus Neuenkirchen, Guderhandviertel, Grünendeich und Hollern-Twielenfleth, die mit ca. 100 Feuerwehrleuten anrückten, konnte das über 250 Jahre alte, komplett restaurierte Haus nicht gehalten werden, es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Umliegende Reetdachhäuser konnten durch die Feuerwehr mit dem aus der Lühe gepumpten Löschwasser vor Funkenflug geschützt werden.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an. Bei Temperaturen unter Null Grad gefror das Löschwasser auf der Straße und musste zur Sicherheit der Einsatzkräfte zunächst mit herangeschafftem Sand abgestreut werden.

Der alarmierte Rettungsdienst aus Horneburg und die ablösende Bereitschaft brauchte nicht eingreifen, verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Bewohner, die bei dem Feuer ihr sämtliches Hab und Gut verloren, erlitten einen Schock und wurden von der Feuerwehr im naheliegenden Dorfgemeinschaftshaus betreut.

Spekulationen. dass das Feuer evtl. durch eine verirrte Silvesterrakete ausgelöst wurde, können zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden, die Ermittlungen zur genauen Brandursache werden in der kommenden Woche durch die Brandexperten der Polizeiinspektion Stade aufgenommen. Der Gesamtschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 250.000 Euro.

Großfeuer in Einfamilienhaus
Bei einem Großfeuer ist in der Neujahrsnacht im Rellingen Ortsteil Egenbüttel ein Einfamilienhaus vollständig zerstört worden. Der stundenlange Einsatz von mehr als 80 Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren Egenbüttel, Rellingen und Halstenbek vermochte einen Totalschaden nicht zu verhindern.

Um 0.29 Uhr fand in dem Haus an der Hempbergstraße eine Silvesterfeier von mehreren jungen Leuten ein abruptes Ende. Zeugen sprachen von einem Knall. Ein Nachbar von gegenüber alarmierte die Feuerwehr. Das Feuer griff sehr schnell um sich. Einsatzleiter Hans-Hinrich Kruse, Wehrführer der FF Egenbüttel, ließ nach der ersten Lageerkundung die FF Rellingen nachalarmieren. Um 2.05 Uhr wurde zusätzlich die FF Halstenbek mit einer Drehleiter und Atemschutzgeräteträgern hinzugezogen.

In der Anfangsphase waren bis zu fünf Trupps unter schwerem Atemschutz im Innenangriff tätig. Dieser musste nach einer halben Stunde abgebrochen werden, weil er zu gefährlich wurde. „Wir hatten im Obergeschoss Temperaturen von mehr als 200 Grad“, erklärte Kruse. Außerdem wurde der Dachstuhl instabil und konnte auch von außen über tragbare Leitern nicht mehr betreten werden. Die Dachkonstruktion bereitete den Einsatzkräften auch die größten Schwierigkeiten bei der Brandbekämpfung. Das Satteldach des älteren Gebäudes war mit Dachpappe und Metallplatten in Pfannenoptik gedeckt. Das Wasser lief von dort aus ohne Wirkung herunter. Erst als sich das Feuer mit einer starken Rauchentwicklung einen Weg durch diese Schicht gebahnt hatte und vom Korb der Halstenbeker Drehleiter aus Platten zerschlagen wurden, war ein effektiver Löscheinsatz möglich.

Dieser dauerte bis in die Morgenstunden. Anschließend verblieb eine Brandwache, die gegen 9 Uhr erneut die Drehleiter für weitere Nachlöscharbeiten anforderte. Um 10.39 Uhr wurde der Einsatz beendet. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kripo Pinneberg übernommen.

Für die FF Rellingen war es bereits die zweite Silversternacht in Folge, in der ein Großfeuer zu bekämpfen war. Im Vorjahr hatte ein Dachstuhl gebrannt.

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

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