Technisch

Nö: Flugzeugbergung in St. Lorenz am Neujahrstag ’08 nach Absturz im Oktober ’07

St. Lorenz (Nö): Rund 2,5 Monate nach dem Flugzeugabsturz in der Wachau in die Donau, wurde am 30. Dezember 2007 ein Teil des Wracks von Ruderern auf der Höhe St. Lorenz aufgrund des niedrigen Wasserstandes der Donau entdeckt.

Nach einer Erkundung wurde die Bergung für den 1. Januar 2008 angesetzt. Die Freiwilligen Feuerwehren Mautern und Krems an der Donau sowie der Tauchdienst des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes, Tauchgruppe Nord, rückten am Neujahrsmorgen um 09:30 Uhr nach St. Lorenz in der Wachau aus.

Eine direkte Bergung durch Kran Krems war aufgrund der hohen Entfernung vom Ufer (ca. 35 m) und der herrschenden Strömung, des Höhenunterschiedes zwischen Aufstellplatz des Kranfahrzeuges und des zu bergenden Wracks (ca. 10 m unter Flur) sowie des unbefestigten Untergrundes nicht möglich.

Gesichert durch ein Arbeitsboot der Feuerwehr Mautern machten sich die Mitglieder der Tauchgruppe Nord daran, ein Bergetau am Wrack zu befestigen, damit das verunfallte Flugzeug in weiterer Folge mittels der Seilwinde von Tank Mautern ans Ufer gezogen werden konnte. Kran Krems führte schließlich die Bergung über die Böschung und die Verladung auf Last 3 Krems durch, mit welchem das Flugzeug auf den Flugplatz Krems-Langenlois verführt wurde.

Das mediale Echo und das Interesse der Zivilbevölkerung waren besonders hoch, mehrmals musste der Arbeitsbereich von der Exekutive geräumt werden, da sich die Schaulustigen trotz Absperrung selbst gefährdeten.

Ergänzende Info aus Medienmeldungen: Alle vier Insassen wurden bei dem Unglück im Oktober getötet, der 47-jährige Pilot, eine 44-jährige Frau und ihre beiden Kinder, ein 13-jähriges Mädchen und ein 10-jähriger Sohn. Die Leichen der vier Insassen sind seither nach und nach an der Wasseroberfläche der Donau gefunden worden, teilweise kilometerweit stromabwärts.

Freiw. Feuerwehr Krems

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