Deutschland: 2.000 Tonnen-Regal fiel um: Ein Toter, mehrere Menschen begraben
Queis bei Halle (Deutschland): Beim Einsturz eines Hochregals in einem Papiergroßhandel im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt ist am 16. Jänner 2008 mindestens ein Mann ums Leben gekommen. Drei Personen wurden verletzt geborgen. Die Suche nach einem weiteren Verschütteten geht weiter.
Nach Angaben der Polizei in Halle suchten am Donnerstag Mittag mehrere Dutzend Rettungskräfte, zu einem noch verschütteten Arbeiter vorzudringen. Es sei ungewiss, ob der Mann noch lebe, sagte eine Polizeisprecherin. Bereits am Morgen hatten Rettungskräfte einen 33 Jahre alten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks tot geborgen. Der Verschüttete liege unter einem meterhohen Trümmerberg aus Papier und Stahlteilen. Die Helfer müssten sehr vorsichtig vorgehen, da die Gefahr bestehe, dass Teile nachrutschten.
Am Mittwochnachmittag waren fünf Menschen verschüttet worden, als das mit etwa 2000 Tonnen Papier beladene, 70 Meter lange Regalsystem in sich zusammenstürzte. Drei Menschen konnten relativ schnell leicht verletzt geborgen werden.
Mehr als 200 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren am Ort, um die Opfer unter einem meterhohen Berg von Papier und verkeilten Stahlteilen zu finden und zu bergen. Während der dramatischen Aktion kamen auch mehrere Spürhunde zum Einsatz.
Nach Unternehmensangaben wurde das Unglück möglicherweise beim Unfall mit einem Gabelstapler ausgelöst, der sich schon am Dienstag ereignet hatte. Der Stapler war in das Regal gefahren, das daraufhin als einsturzgefährdet galt und am Mittwochnachmittag zusammenbrach.
