Schweiz: Bergrestaurant Fräkmüntalp am Pilatus abgebrannt
Schweiz: Das Berggasthaus Fräkmüntalp am Pilatus ist in der Nacht auf den Donnerstag, 31. Jänner 2008, bis auf die Grundmauern abgebrannt. Nebel, Schnee und Wind behinderten die Löscharbeiten. Drei Personen mussten vorsorglich hospitalisiert werden.
Der Kommandant der Feuerwehr Hergiswil, Reiner Christen, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht von Radio Pilatus. Die Feuerwehr war am Mittwochabend kurz nach 19 Uhr 30 alarmiert worden.
Die Feuerwehr brauchte rund 45 Minuten, um das schlecht zugängliche Gebiet auf 1300 bis 1400 Metern Höhe zu erreichen. Auch mussten an den Feuerwehrfahrzeugen Schneeketten montiert werden. Am Brandort lagen rund 20 Zentimeter Schnee.
Zur Verstärkung wurden Teile der Feuerwehren von KriensLU und HorwLU aufgeboten. Die Krienser kamen mit der Bergbahn, die Horwer mit einem geländegängigen Materialfahrzeug. Zum Brandobjekt wurden zwei Wasserleitungen von je 500 bis 600 Metern Länge gelegt. Insgesamt standen über 60 Feuerwehrleute im Einsatz.
Wetter erschwert Löscharbeiten: Die Wetterverhältnisse – Nebel, Schnee und Wind – erschwerten die Löscharbeiten. So musste auf einen Helikopter-Einsatz verzichtet werden. Die Feuerwehr schützte die Umgebung vor Funkenwurf. Am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr hatte man laut Feuerwehrkommandant Christen den Brand unter Kontrolle.
Bei Brandausbruch befanden sich drei Personen im Gasthaus; der Hotelpächter, dessen Sohn und Vater konnten sich in Sicherheit bringen. Sie wurden vorsorglich wegen Verdachts auf Rauchvergiftung ins Kantonsspital Luzern gebracht.
Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Zurzeit sind der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Nidwalden und externe Spezialisten mit den Ermittlungen beschäftigt. Die Untersuchung führt das Verhöramt Nidwalden.
