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Türkei: 20 Tote bei Feuerwerks-Explosion in Istanbul

Istanbul (Türkei): Bei der Explosion eines illegalen Feuerwerksbetriebs in der türkischen Metropole Istanbul sind am 31.1.2008 mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 110 weitere Menschen wurden verletzt.

„Wie eine Bombe“ habe die Detonation die Straßen um den Unglücksort im Gewerbeviertel Davutpasa auf der europäischen Seite Istanbuls zerstört.

Bei der Explosion eines illegalen Feuerwerksbetriebs in der türkischen Metropole Istanbul sind am Donnerstag mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 110 weitere Menschen wurden verletzt. „Wie eine Bombe“ habe die Detonation die Straßen um den Unglücksort im Gewerbeviertel Davutpasa auf der europäischen Seite Istanbuls zerstört, berichteten türkische Fernsehsender.

Luftaufnahmen der Unglücksstelle zeigten, dass ein Teil des mehrstöckigen Gebäudes bei der Explosion einbrach. Es war das dritte schwere Unglück mit Feuerwerksbetrieben in der Türkei innerhalb weniger Jahre.

Die genaue Ursache des Unglücks in der vierten Etage eines fünfstöckigen Gebäudes war zunächst nicht bekannt. Die Behörden nehmen an, dass ein kleinerer Zwischenfall im Lager des nicht angemeldeten Feuerwerksbetriebs eine Kettenreaktion auslöste, an deren Ende die gewaltige Explosion stand.

Die Straßen um den Explosionsort glichen einem Kriegsgebiet, berichtete der Fernsehsender NTV: Beton- und Metallstücke, zerrissene Kabel und Staub bedeckten die Fahrbahn, einige geparkte Autos waren durch herabfallende Trümmer zerstört worden.

Ein Augenzeuge sagte, manche Opfer seien durch die Wucht der Explosion aus dem Gebäude herausgeschleudert und gegen die Wände gegenüberliegender Häuser geworfen worden. Rettungstrupps fahndeten mit Suchhunden nach Verschütteten. Wegen der starken Explosion war zunächst von einer Gasdetonation ausgegangen worden, doch die Gaswerke dementierten dies. Auch gibt es keinen Hinweis auf einen Anschlag.

Das Unglück wirft erneut ein Licht auf die häufig sehr mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in türkischen Kleinbetrieben und auf die ungenügende Aufsicht durch die Behörden. Murat Aydin, der Bürgermeister des Stadtteils Zeytinburnu, zu dem Davutpasa gehört, räumte ein, dass die Behörden überhaupt nicht wussten, dass sich in dem Gebäude ein Feuerwerksbetrieb befand.

Salzburger Nachrichten

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