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Stmk: Feuerwehrmann in der Oststeiermark als Brandstifter überführt

Steiermark: Ein oststeirischer Feuerwehrmann konnte nach neun Brandlegungen und einem Gesamtschaden von 400.000 Euro als Brandstifter ausgeforscht werden. Beim letzten Anschlag bestand Lebensgefahr für den Besitzer.

Der 76-jährige Besitzer wurde durch die Feuerwehrsirene geweckt. Als er aufstand, sah er, dass das Feuer in Begriff war, auf sein Wohnhaus überzugreifen. Mit knapper Not gelang es ihm, sich selbst ins Freie zu retten.

„Lebensgefahr bewusst in Kauf genommen“: Bei diesem Anschlag bestand Lebensgefahr für den gehbehinderten Besitzer, die der Täter – wie sich herausstellte, der Nachbar – laut Polizei bewusst in Kauf genommen habe.

Täter war immer als Erster beim Rüsthaus: Ermittler des Landeskriminalamtes, die schon andere Brandlegungen in der näheren Umgebung untersuchten, stießen bald auf die Spur eines 28-jährigen Feuerwehrmannes der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes. Der Verdächtige war bei allen Brandeinsätzen dabei und immer als Erster beim Rüsthaus gewesen. Zudem konnten weitere belastende Indizien ermittelt werden.

Feuerwehrmann gestand Taten: Am Dienstag, dem 4. März 2008, legte der Florianijünger auf Abwegen ein umfassendes Geständnis ab. Die Brände hatte der Verdächtige mit Benzin, brennbaren Flüssigkeiten oder mit Heu entfacht. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl erlassen.

Brandstifter wollte „Frust abbauen“: Tatmotiv dürfte die Trennung von seiner Lebensgefährtin und Kindern sein, die im Frühjahr des Vorjahres erfolgt war. „Mit den Brandstiftungen wollte er offensichtlich seinen Frust abbauen“, hieß es von einem Sprecher der Exekutive. Zudem sei nicht ausgeschlossen, dass er sich auch als Feuerwehrmann profilieren wollte.

Neun Brände mit 400.000 Euro Schaden: Bei den insgesamt neun Bränden seit Mai 2007 wurden u.a. eine Lagerhalle, ein Klubhaus, zwei Müll- bzw. Altstoffsammelstellen und zwei landwirtschaftliche Gebäude in Brand gesetzt.

ORF Steiermark

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