Ktn: Samen der Feuerwehrmänner gefragt wie nie
Kärnten: Eine Klagenfurter Kinderwunschklinik hofft auf Katastrophenhilfe durch die Feuerwehr. Da der Klinik seit einem Jahr bereitwillige und geeignete Samenspender fehlen, sucht man jetzt nach „standfesten“ Feuerwehrmännern.
Notruf: „Wir finden kaum geeignete Männer“: Der Klagenfurter Gynökologe Alexander Stadler richtete ein Hilfsersuchen an die Kärntner Feuerwehren und bat damit um reichlich Samenspenden. „Wir finden kaum noch geeignete Männer und suchen händeringend nach Samenspendern“, so der verzweifelte Arzt.
Die Kärntner Feuerwehrmänner dürften nach ersten Recherchen auch gar nicht abgeneigt sein, als Spender einzuspringen. Branddirekktor Josef Pobegen von der Klagenfurter Berufsfeuerwehr glaubt jedenfalls an die guten Gene der Kärntner Spritzenmänner.
„Als Feuerwehrchef fühle ich mich geehrt“: „Mich als Chef der Feuerwehr ehrt das irgendwie, wenn man glaubt, dass die Feuerwehrleute gute Gene in die Welt setzen können. Ob viele der Männer mitmachen werden, könne noch nicht gesagt werden, so Pobegen, das werde „die Entscheidung jedes Einzelnen“ sein.
„Wir werden uns sicher damit befassen, und ich glaube durchaus, das es welche geben wird, die das machen werden. Ich werde sicher niemanden davon abhalten, sondern ich werde empfehlen, dass sich die Kollegen weiter fortpflanzen – und nicht nur in Form von Spenden! Wir haben ja ein sehr familienfreundliches Ambiente und unsere Männer haben auch sehr nette Kinder.“
Alarmierende Werte bei Kärntens Männern: Ein schlechtes Zeugnis stellte Stadler den Kärntner Männern aus: „Die Spermienqualität der Kärntner Männer wird von Jahr zu Jahr schlechter. Gesunde und zeugungsfähige Männer produzieren pro Tag 104 Millionen Spermien. Derzeit liegt jeder vierte Kärntner Mann bereits bei unter 66 Millionen aktiven Spermien.“ Für den Arzt ein echter Alarmwert, denn bereits ab einer Grenze von 20 Millionen Spermien pro Milliliter gilt ein Mann als unfruchtbar.
„Hoffe auf Standfestigkeit der Einsatzkräfte“: Die Überlegung des Arztes geht davon aus, dass alleine in Kärnten Tausende Männer in der Feuerwehr organisiert sind, die „bei Katastrophen jeglicher Art ihren Mann stehen“. Stadler sagte, man biete den Männern „ein optimales Ambiente für die Spende“ und hofft auf „die Standfestigkeit der Kärntner Einsatzkräfte“.
Gesucht würden junge Männer mit guten Erbanlagen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. „Aber wir suchen keine Muskelmänner und keine Brad Pitts“, so Stadler. Gefragt sei vielmehr der „Mann von nebenan“. Die gesuchten Spender müssen gesund sein. Sie werden registriert, haben aber keine finanziellen Verpflichtungen. Als Aufwandsentschädigung erhalten sie 70 Euro.
Interessierte Männer können sich unter der Telefonnummer 0463/540 50 oder per E-Mail office@sterignost.at melden.
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