Deutschland: Zwei Tote bei Brand in Ausländer-Block in Freiburg
Freiburg (Deutschland): In Deutschland hat es erneut Tote bei einem Brand in einem mehrheitlich von Ausländern bewohnten Wohnblock gegeben. Zwei Menschen kamen in der Nacht auf Donnerstag, den 17. April 2008, bei dem Brand im baden-württembergischen Freiburg ums Leben.
Sie starben laut Polizeiangaben an den Folgen von Rauchvergiftungen. Vier Hausbewohner wurden schwer verletzt, darunter eine schwangere Frau. Sie schwebt in Lebensgefahr.
Zur Identität der Toten wollte die Polizei sich nicht äußern. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Feuerwehr brachte nach eigenen Angaben 270 Bewohner in Sicherheit. Sie wurden in Notunterkünften untergebracht. Ärzte und Sanitäter untersuchten mehr als 50 Personen auf mögliche Verletzungen.
Das Feuer war den Angaben zufolge gegen 22.40 Uhr in einer Wohnung im Erdgeschoß des Wohnblocks ausgebrochen. Es bildete sich starker Rauch. Das Stiegenhaus des 50 Wohnungen zählenden, fünfstöckigen Gebäudes füllte sich komplett mit Qualm, den Hausbewohnern war dadurch der Fluchtweg abgeschnitten. Sie flüchteten auf ihre Balkone und mussten von der Feuerwehr gerettet werden. Der Brand war kurz vor Mitternacht gelöscht.
Anfang Februar kamen bei einem Brand in einem Ludwigshafener Mehrfamilienhaus neun Türken ums Leben. Der Fall führte zu einer Verstimmung zwischen der Türkei und Deutschland, da Brandstiftung aus ausländerfeindlichen Motiven vermutet wurde. Mitte Februar wurde in Hessen ein von Türken bewohntes Haus angezündet, Ende März wurde in einem Ausländer-Wohnhaus bei Stuttgart Feuer gelegt.
