Sbg: EM-Übung 2008 -> Nur wenige Schwächen bei den Einsatzkräften
Salzburg: Nach der größten Katastrophenübung der vergangenen 20 Jahre im Bundesland Salzburg zeigen sich die Führungskräfte der Einsatzorganisationen weitgehend zufrieden. Die Übung diente der Vorbereitung zur EM.
500 Freiwillige im Einsatz: Beim Stadion in Wals -Kleßheim wurde Donnerstagabend, 17. April 2008, eine große Probe für den Ernstfall durchgeführt. Übungsannahme waren eine Massenpanik im Stadion und ein Strahlenunfall auf der Autobahn. 500 Freiwillige von Roten Kreuz, Feuerwehr, Polizei und Bundesheer bargen und versorgten Verletzte.
Kommunikationsbereich noch ausbaufähig: Vier Stunden dauerte die Generalprobe. Übungsleiter Markus Kurcz vom Katastrophenreferat des Landes Salzburg zeigt sich zufrieden: „Das Konzept stimmt. Die bereitgestellten Kräfte waren ausreichend. Es wurde nichts aufgebaut, was nicht notwendig war. Man sollte bei solchen Aufgaben flexibel auf unterschiedlichste Bedürfnisse reagieren können. Im EDV und Kommunikationsbereich müssen wir da und dort noch zulegen und auf sichere Leitungen bauen.“
Schwachstellen bei Daten-Übermittlung: Kurcz verweist auf ausgelagerte Leitstellen und Einsatzentralen, die aktiv über Computer die allgemeine Lage mitlesen sollten: „Da funktioniert das eine oder andere System noch etwas langsam. Wir müssen uns auch überlegen, wie solche Daten via Internet eingespeist werden können ohne mobile Kommunikation der EDV, die anfällig sein kann. Da ist noch einiges zu tun, möglicherweise über WLAN-Knoten.“
„Insgesamt sehr zufrieden“: Im Großen und Ganzen sei er sehr zufrieden, die Arbeit habe sich ausgezahlt, ergänzt Markus Kurcz: „Jetzt schleifen wir noch Ecken und Kanten weg, und dann passt das für die Euro.“
Evaluation: Die Übungsbeobachter wollen Ende April ihre Erkenntnisse im Detail präsentieren.
