Ktn: Kärntner Feuerwehr ist fit für die Euro 2008
Kärnten: Die Kärntner Feuerwehr steht während der Euro 2008 im Sondereinsatz. Aus ganz Kärnten werden Einsatzkräfte zur Unterstützung nach Klagenfurt geholt. Die Berufsfeuerwehr kann im Notfall per Hubschrauber zum Einsatzort fliegen.
Stützpunkt auf der Wörthersee-Autobahn: Die Berufsfeuerwehr wird während der Dauer der Europameisterschaft einen Stützpunkt auf der Autobahn (A2) im Bereich Klagenfurt-Nord errichten. Im Notfall können speziell geschulte Einsatzkräfte von dort mit einem von vier zur Verfügung stehenden Bundesheer-Hubschraubern zum Einsatzort fliegen. Neun Mann finden in der Maschine Platz. Auch die Ausrüstung wurde für diese Einsätze so modifiziert, dass sie vom Helikopter abgeseilt werden könne, sagte Josef Pobegen, der Kommandant der Klagenfurter Berufsfeuerwehr.
Erkennungsgeräte für biologische Kampfstoffe: Die Hilfe aus der Luft sei für seine Florianijünger allerdings nicht die einzige Neuerung: „Wir setzen auch erstmals einen sogenannten ‚Bio-Check‘ ein, der ganz neu am Markt ist. Ich glaube, wir sind die ersten, die das einsetzen. Mit diesem Check ist es möglich, auch biologische Kampfstoffe zu detektieren“, so Pobegen.
400 Florianijünger zusätzlich nach Klagenfurt: Neben der Klagenfurter Berufsfeuerwehr werden mehr als 400 freiwillige Feuerwehrleute an Spieltagen im Einsatz stehen. Einerseits zur Unterstützung im Stadionbereich, andererseits im Bereitschaftsdienst, sagte Bezirksfeuerwehr-Kommandant Erich Sornig. Er betonte, dass Privatfirmen und Unternehmen die Feuerwehrleute dabei tatkräftig unterstützen würden: „Die meisten Dienstgeber haben den Leuten Urlaub oder sogar Freizeit für diese Veranstaltung genehmigt.“
Schulungen in Deeskalation: Die Feuerwehren seien auf beinahe alle Eventualitäten vorbereitet, auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit geben könne, sagte der Feuerwehr-Referent der Stadt Klagenfurt, Christian Scheider (BZÖ). „Unsere Mitarbeiter sind auch in der Deeskalation geschult worden. Es ist ja sehr wichtig, dass man im richtigen Moment die richtigen Schritte setzt, dass man nicht die Nerven verliert und eher beruhigend einwirkt, so lange noch die Möglichkeit dazu besteht.“
Die Kosten für den Feuerwehreinsatz während der Europameisterschaft wurden mit knapp zwei Millionen Euro veranschlagt. Finanziert werden diese Mehrkosten von der Stadt Klagenfurt.
