Sudan: Flugzeug mit über 200 Passagieren in Flammen -> Über 100 Tote

Khartum (Sudan) Vermutlich über 100 Tote hat am Dienstagabend, 10. Juni 2008, ein Flugzeugunglück in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gefordert. Laut Augenzeugen schlitterte die Maschine nach dem Aufsetzen über die Landebahn hinaus und fing unmittelbar darauf Feuer.
Einigen Passagieren dürfte es in den wenigen Augenblicken dazwischen gelungen sein, sich aus der brennenden Maschine selbst zu befreien. Für die anderen bestand keine Hoffnung.
Ein Flugzeug mit 203 Passagieren und 14 Crewmitgliedern an Bord ist am Dienstagabend bei der Landung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum in Flammen aufgegangen. Die Behörden befürchten, dass mehr als 100 Menschen bei dem Unglück ums Leben kamen. Die örtliche Zeitung „Sudan Tribune“ berichtete auf ihrer Website ebenfalls von mehr als 100 Toten. Nach Angaben des sudanesischen Fernsehens und von Augenzeugen war die Maschine der Sudan Airways bei der Landung von der Rollbahn abgekommen und in Brand geraten.

Doch sicher gelandet? Flughafen-Chef Jusuf Ibrahim schilderte den Unglückshergang ganz anders: Das Flugzeug sei „sicher auf dem Flughafen Khartum gelandet, und sie haben mit dem Tower gesprochen, der ihnen gesagt hat, wo sie die Maschine parken sollen“, sagte er gegenüber dem sudanesischen Fernsehen.
Dann habe es eine Explosion gegeben. Es sei zunächst nicht klar gewesen, ob es sich um einen technischen Fehler gehandelt habe, so Ibrahim. Bei der Landung der Maschine soll es heftige Unwetter und schlechteste Sichtverhältnisse gegeben haben.
Angeblich Airbus: Polizeisprecher Nadschib al Tajeb sagte, einer der Motoren der Maschine habe zu brennen begonnen. Die sudanesische Maschine – angeblich ein Airbus – war von der jordanischen Hauptstadt Amman mit einem Zwischenstopp in Damaskus gekommen. Ein Teil der Passagiere entkam der Unglücksmaschine, bevor sie in Brand geriet. Auf den Bildern des staatlichen sudanesischen Fernsehens war das brennende Flugzeug in der Dunkelheit zu sehen sowie Helfer, die versuchten, den Brand zu löschen.
