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Kalifornien: Über 1.000 Brandherde, 17.000 Feuerwehrleute im Einsatz

Kalifornien (USA): Präsident Bush hat wegen der schweren Waldbrände in Kalifornien den Notstand erklärt und damit dringend benötigte Bundesmittel frei gemacht. Mehr als eine Woche nach Ausbruch der ersten Brände bleibt die Situation angespannt. Über 1.000 Brandherde sind lokalisiert.

Wegen der anhaltenden Wald- und Buschbrände in Kalifornien hat Präsident Bush am Samstag den Notstand für den bevölkerungsreichsten Gliedstaat der USA ausgerufen. Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger bat am Freitag um diesen Schritt, damit finanzielle Hilfe schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden kann. Bush habe überdies die Katastrophenschutzbehörde Fema angewiesen, die Rettungsarbeiten zu koordinieren, teilte das Weisse Haus in Washington mit. Wegen starker Rauchentwicklung und Asche mussten am Wochenende im Norden Kaliforniens etliche Sportveranstaltungen abgesagt und Freibäder geschlossen worden.

17.000 Feuerwehrleute im Einsatz: Die Feuerwehr muss inzwischen mehr als 1.000 Brände bekämpfen. Im Einsatz sind rund 17.000 Feuerwehrleute aus 41 Gliedstaaten, 1500 Löschfahrzeuge und Planierraupen sowie mehr als 80 Helikopter und Löschflugzeuge. Trotz diesem Großeinsatz sei die Kapazitätsgrenze der Einsatzkräfte aber schon bald erreicht, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr am Wochenende. Laut Behördenangaben wurden bis am Sonntag, 29. Juni 2008, bereits etwa 1040 Quadratkilometer Land zerstört. Ursache für die Brände sind die extreme Trockenheit und – regenlose – Gewitter mit zahlreichen Blitzen, die vor einer Woche einen Großteil der Brände verursacht hatten.

Hohe Schadstoffwerte: Bei der Ortschaft Big Sur waren mehr als 500 Gebäude von den Flammen bedroht. Ein Highway musste auf einer Strecke von 20 Kilometern gesperrt werden. Südlich der Stadt verbrannte eine Fläche von fast 240 Quadratkilometern, mehrere Häuser wurden zerstört. Wegen starker Rauchentwicklung wurden die Menschen in der Bucht von San Francisco und im Central Valley aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Die zulässigen Schadstoffwerte in der Luft wurden in den letzten Tage teilweise um das Zwei- bis Zehnfache überschritten.

Der Gliedstaat Kalifornien leidet das zweite Jahr in Folge unter extremer Trockenheit. Im vergangenen Oktober (2007) hatten schwere Waldbrände rund 2000 Häuser zerstört. 8 Personen kamen ums Leben, 640.000 Menschen wurden durch die Brände vertrieben.

Neue Züricher Zeitung

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