USA: Erstes Todesopfer bei Waldbränden 2008 in Kalifornien
Kalifornien (USA): Die Waldbrände in Kalifornien haben ein erstes Todesopfer gefordert. Dabei handelt es sich um einen Bewohner der Ortschaft Concow am Fuß der Sierra Nevada, der nach Polizeiangaben offenbar der Anordnung zur Evakuierung nicht nachgekommen war.
Die verkohlte Leiche wurde am 11. Juli 2008 in einer Häuserruine gefunden. In Concow gingen 50 Wohnhäuser in Flammen auf. Angesichts hoher Temperaturen und etwa 320 verschiedener Brände ordnete der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger unterdessen den Einsatz von weiteren 2.000 Mann der Nationalgarde an.
Schwarzenegger teilte außerdem mit, dass zusätzliche Unterstützung aus Mexiko, Kanada, Australien und Neuseeland unterwegs sei. Der „San Francisco Chronicle“ berichtete, US-Präsident George W. Bush wolle das Katastrophengebiet am kommenden Donnerstag besuchen.
Feuerwehr gewinnt Oberhand: Seit einem heftigen Gewitter am 21. Juni sind in Kalifornien 2.850 Quadratkilometer Land zerstört worden. Über 1.700 Brände brachen aus. Nahe Paradise im Norden Kaliforniens machten die Tausende Feuerwehrleute unterdessen im Kampf gegen die hartnäckigen Flammen weiter Fortschritte.
Auch für Anrainer und Besucher der Küstenregion um Big Sur gab es am Freitag gute Nachrichten. Nach einem wochenlangen Einsatz der Feuerwehr waren die dortigen Brände zu 41 Prozent unter Kontrolle, teilten die Behörden mit. Die malerische Küstenstraße Highway 1, die San Francisco und Los Angeles verbindet, sollte am Wochenende wieder geöffnet werden.
